'Killerpilze' kämpfen mit XXL-CD-Booklet und Vinyl gegen den Streaming-Trend

Killerpilze: Streaminganbieter sind wichtige Plattformen
Killerpilze © Cover Media

Die Killerpilze haben mit Streaming kein Problem.

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Vor- und Nachteile

2006 feierten die drei Jungs aus Bayern mit 'Richtig scheiße (auf 'ne schöne Art und Weise)' ihren großen Durchbruch. Es folgten einige Hits, bis sich die Band 2010 von ihrer Plattenfirma Universal Music trennte, um stattdessen ihr eigenes Label zu gründen. Auch wenn es in der Öffentlichkeit etwas ruhiger um die Musiker wurde, veröffentlichten sie über die Jahre nach wie vor neue Alben. Das neueste mit dem Titel 'High' ist seit Anfang März erhältlich und natürlich sind auch die Killerpilze nicht vor den Veränderungen in der Musikbranche gefeit, die sich seit ihren Anfangstagen vor zehn Jahren ergeben haben. So werden heute kaum noch CDs verkauft, immer mehr Fans streamen lieber über Spotify, Apple Music und andere Anbieter.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, bieten die Jungs Alternativen. "Unser CD-Booklet für 'High' hat 32 Seiten mit vielen Fotos. So ein Album ist ja auch ein Gesamtkonstrukt - wie die Songs angeordnet sind, das erzählt ja auch eine Geschichte", betonte Sänger Jo Halbig (26) im Gespräch mit 'planet-interview.de'.

Erstmals haben sie außerdem eine Vinyl veröffentlicht - "für Leute, die noch etwas in der Hand haben wollen", erklärte sein Bruder Fabian (23), der allerdings auch betonte: "Wir sträuben uns aber nicht gegen Streaming. Das sind für uns wichtige Plattformen, damit Leute unsere Musik hören und wahrnehmen können."

Jo bedauert allerdings, dass Musik nach und nach an Wert verliere. "Musik ist für viele mittlerweile wie Wasser - es ist halt da, man kann es sich nehmen. Und wenn es mal nicht da ist, holt man sich einen qualitativ schlechten Stream von Youtube. Das ist auch so ein Generationending." Wichtig sei deshalb ein besonders gutes Produkt.

Wem die Musik nicht reicht, den überzeugt vielleicht das Cover der neuen Platte - darauf zu sehen sind die nackten Hintern der einstigen Teeniestars. Das Bild habe einfach gepasst, erklärte Johannes kürzlich der 'Frankfurter Rundschau': "Es drückt den Spirit, die jugendliche Unbekümmertheit, den Spaß, aber eben auch diesen Mut, für uns als Killerpilze Popmusik zu machen, aus. Wir haben auch musikalisch die Hosen runtergelassen."

Mit dem neuen Album sind die Killerpilze derzeit in ganz Deutschland live unterwegs.

Cover Media

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