„Killer Elite“: Satte Action

3,5 von 5 Punkten

Was darf man als Action-Fan erwarten, wenn man Jason Statham, Robert De Niro und Clive Owen mit coolen Sonnenbrillen auf einem Filmplakat sieht und der Streifen dann auch noch ‚Killer Elite’ heißt? Natürlich satte Action! Und diese Erwartung wird dank eines soliden Drehbuchs auch nicht enttäuscht. ‚Killer Elite’ kommt mit purer Krach-Bumm-Action daher und zeigt vor allem eins: dass Robert De Niro noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

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In der Hauptrolle spielt Jason Statham (‚Crank’, ‚The Transporter’) den Berufskiller Danny. Als eine Art moderner Söldner räumt er im Auftrag von Geheimdiensten und Regierungen unbequeme Leute aus dem Weg. Doch bei einem Auftrag erschießt er fast einen kleinen Jungen und entschließt sich, seinen blutigen Job an den Nagel zu hängen. Der Vorruhestand wird aber jäh unterbrochen, als sein Freund und ehemaliger Mentor Hunter (Robert De Niro, ‚Good Fellas’, ‚Meine Frau, unsere Kinder und ich’) von einem omanischen Scheich entführt wird.

Nach ein paar Flüchen („Scheiße“ wird in dem Film ca. 500 mal gesagt) entschließt sich unser Held, seinem Killer-Kumpel zu helfen und geht schließlich auf einen Deal des Scheichs ein: Danny soll die Männer zur Strecke bringen, die die Söhne des Scheichs im Oman-Krieg getötet haben. Für den Killer im Ruhestand eigentlich ein Leichtes, wären die Mörder nicht ausgerechnet ehemalige britische Top-Soldaten der ‚Special Air Services‘ (SAS). So gerät Danny auf der Jagd nach den Mördern in ein tödliches politisches Komplott und in den Fokus des Ex-SAS-Soldaten Spike (Clive Owen, ‚Inside Man‘, ‚The International‘), der seinen Auftrag durchkreuzen will.

Robert De Niro in Bestform

Die ganze Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit, so ist es zumindest zu Beginn des Films auf der Leinwand zu lesen. Tatsächlich hat sich Regisseur Gary McKendry (machte bisher vor allem durch Kurzfilme auf sich aufmerksam) Ranulph Fiennes’ ‚The Feather Men’ als Vorlage genommen, ein Buch über die britische ‚SAS’. Dieses hat Anfang der 90er Jahre in Großbritannien für Aufsehen gesorgt, nicht zuletzt, weil der Wahrheitsgehalt der Geschichte nie genau geklärt werden konnte.

Ob nun wahr oder nicht, McKendry erfindet das Genre zwar nicht neu, die Handlung ist im Groben aber schlüssig, und die 116 Minuten im Kinosaal verlaufen recht kurzweilig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass für den Kino-Zuschauer die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.

In manchen Szenen ist ‚Killer Elite’ ein bisschen brutal, aber bei Jason Statham in der Hauptrolle erwartet wohl niemand, dass mit Wattebäuschen geschmissen wird. Alleine wegen Robert De Niro in der Nebenrolle macht der Film einfach nur Spaß, auch wenn man das mit der „wahren Begebenheit“ nicht unbedingt zu ernst nehmen sollte.

Von Sebastian Schmidt

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