Hollywood Blog by Jessica Mazur

Kids Acting Camps: So werden in Hollywood die Stars von Morgen gezüchtet

Selena Gomez hat Fans weltweit.
Wie werde ich ein Star? Selena Gomez gibt Camp-Teilnehmern nützliche Tipps. © Mike Windle

von Jessica Mazur

Leute, der Sommer steht vor der Tür! Bei den aktuellen Temperaturen in Deutschland schwer vorstellbar, ich weiß. Aber hier in den Staaten, wo die Sommerferien über zwei Monate lang sind, geht's tatsächlich schon in gut fünf Wochen los mit der freien Zeit. Oder besser gesagt: Es geht los mit der Arbeit. Immer mehr erfolgsorientierte Eltern in L.A. und Umgebung nutzen den "Summer Break" nämlich, um aus ihren Kids kleine Stars zu machen ...

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Dass hier in den Staaten die so genannten "Summer Camps" total beliebt sind, ist ja nichts Neues. Diese dauern in der Regel fünf Tage (Mo-Fr), und die Kids können zwischen allen möglichen Aktivitäten wählen. Reiten, Hip Hop, Ballett, Gymnastik, Fußball ... Das Ganze ist nicht ganz billig, aber gerade für berufstätige Eltern eine große Hilfe. Zehn bis elf Wochen schulfreie Zeit muss man schließlich erst mal überbrücken. Dass aber immer mehr Eltern auf so genannte "Acting Camps" setzen, um die "Child Star"-Karrieren ihrer Sprösslinge ins Rollen zu bringen, ist hingegen ein neuer Trend, den es wohl so auch nur in Hollywood gibt. Doch die Teilnehmer kommen inzwischen aus ganz Amerika eingeflogen.

Die "Kids Acting Camps" dauern in der Regel drei Wochen, inkl. Wochenenden und Übernachtungen, und sie richten sich in erster Linie an Kids zwischen sieben und elf Jahren. In diesen drei Wochen erhalten die Kinder dann hier in L.A. Schauspielunterricht, sie drehen (fiktive) Werbespots, sie lernen wie man sich auf Castings richtig verhält und treten am Ende sogar vor einem Live-Publikum auf. Darüber hinaus gibt es Setbesuche und Vorträge von Regisseuren, Produzenten und ehemaligen Kinderstars. Eine Gast-Rednerin wird in diesem Jahr zum Beispiel Selena Gomez sein. Außerdem wird den Kindern eine Webseite gebaut, sie posieren für professionelle Fotos (Headshots) und sie erhalten am Ende des Camps ein Demoband mit ihren Aufnahmen vor der Kamera, sowie eine Liste von Agenturen, die die Kids dann im Bestfall vertreten wollen. Und schon steht der Hollywood Karriere (fast) nichts mehr im Weg.

Jessica Mazur bloggt für VIP.de
Jessica Mazur berichtet für VIP.de aus Hollywood.

Doch nicht nur die Kids werden geschult, auch für die Eltern gibt´s Programm. Denn am Ende des dreiwöchigen Camps gibt es für alle zukünftigen Momagers ein eintägiges Seminar, auf der Manager, Agenten und Casting-Direktoren den Eltern das "Hollywood Business" erklären. Außerdem kommen Psychologen, ehemalige Kinderstars, sowie deren Eltern und Geschwister zu Wort, um den anwesenden Eltern zu erklären, welche Auswirkungen ein Durchbruch in Hollywood auf die ganze Familie haben wird. Kostenpunkt von Camp und Seminar: knapp 6500 Dollar. Anreisekosten nicht inklusive.

Hm... Für ältere Kinder, deren Leidenschaft tatsächlich die Schauspielerei ist, sicher keine schlechte Sache. Aber Siebenjährige für drei Wochen alleine nach L.A. zu schicken, damit sie in die Fußstapfen von Drew Barrymore, Lindsay Lohan oder der Olsen Twins treten können? Ich weiß ja nicht ... Keine Ahnung, wie das bei euch lief, aber ich war in dem Alter in den Sommerferien eigentlich nur jeden Tag im Freibad oder mit dem Fahrrad unterwegs. Aber nun gut, Millionen auf dem Konto hat DAS ganz sicher nicht gebracht ...

Viele Grüße aus Lalaland sendet