Kesha klagt gegen Produzent Dr. Luke: Adele, Lady Gaga, Taylor Swift & Co. unterstützen sie

Von Adele bis Taylor Swift: Diese Stars unterstützen Kesha
Unterstützung nicht nur im Netz: Lady Gaga (r.) hält Keshas Hand © twitter.com/ladygag

Ein denkwürdiger, ein exemplarischer Streit spielt sich gerade in den USA ab - und da Musik-Größen beteiligt sind, guckt die ganze Welt zu: Pop-Star Kesha (28, "Die Young") hat ihren Produzenten Lukasz Gottwald alias Dr. Luke (42) wegen einer mutmaßlichen Vergewaltigung verklagt und will aus ihrem Vertrag mit Gottwald oder notfalls mit dem Label Sony heraus. Bislang ohne Erfolg. Das Verfahren über die Missbrauchsvorwürfe läuft noch, eine schnelle Vertragsauflösung hat ein Gericht vorerst abgelehnt. Trotz aller rechtlichen Unklarheiten kann sich Kesha aber der Solidarität vieler weiblicher Promis sicher sein.

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Solidarität unter Frauen

Denn mehr oder minder alles, was im Pop-Geschäft Rang und Namen hat, hat Kesha bereits Unterstützung zugesagt. Adele, Lily Allen, Lady Gaga, Taylor Swift, Kelly Clarkson oder auch Schauspielerin Lena Dunham - um nur einige zu nennen. Für das i-Tüpfelchen hat dabei Adele gesorgt: Die 27-Jährige hatte bei den Brit-Awards am Mittwoch unter anderem den Preis für die "Beste Britische Künstlerin" gewonnen und daraufhin Frauen im Allgemeinen und Kesha im Besonderen Mut gemacht: "Ich würde mir gerne eine Sekunde nehmen, um meinem Management und Label zu danken, dass sie akzeptieren, dass ich eine Frau bin und das sogar als Ansporn sehen. Und ich möchte diesen Moment nutzen, um Kesha öffentlich zu unterstützen."

 

Gaga: "Befreit Kesha!"

 

Auch eine andere Große des Fachs stärkt Kesha immer wieder den Rücken: Lady Gaga (29, "Telephone") hatte schon direkt nach dem Gerichtsurteil einen ermutigenden Tweet verfasst. Nach den Brit-Awards am Mittwoch posierte sie Hand in Hand und innig verbunden mit der Sängerin. Ihre simple Bildunterschrift: "Befreit Kesha!" Für einen ersten Paukenschlag hatte bereits Tage zuvor Superstar Taylor Swift (26) gesorgt. Sie überwies Kesha umgerechnet 225.000 Euro. Das Geld soll Kesha helfen, die Prozesse gegen Dr. Luke und Sony weiterführen zu können.

Und so ließe sich die Liste noch einige Zeit weiterführen: Sängerin Lily Allen (30, "22") schrieb nach dem Gerichtstermin, ihre Gedanken seien "heute bei Kesha: Es tut mir leid, dass du diese Erfahrung durchmachen musst". Kollegin Clarkson (33) richtete einen groben Tweet an die Adresse Dr. Lukes - besonders schwerwiegend, da sie bereits selbst mit dem Produzenten gearbeitet hat. Und Lena Dunham (29) verfasste gar einen langen Blogbeitrag. Das Gerichtsurteil habe sie sich physisch krank fühlen lassen, erzählte die Mimin. Überschrift des Textes: "Warum es im Fall Kesha um mehr als nur um Kesha geht".

 

Dr. Luke beteuert: "Ich hatte nie Sex mit ihr"

 

Dass ist auch ein Teil der Botschaft, die Kesha übermitteln will. Sie bedankte sich am Donnerstagmorgen per Facebook-Post bei ihren Unterstützerinnen. "An diesem Punkt ist die Sache aber größer als nur mein Fall", fügte sie hinzu. "Ich denke an junge Mädchen heutzutage. Ich will nicht, dass meine ungeborene Tochter - oder deine Tochter, oder irgendeine andere Person - Angst davor haben muss, dass sie bestraft wird, wenn sie darüber spricht, missbraucht worden zu sein. Besonders wenn ihr Peiniger in einer Machtposition ist."

Ein besonders positives Beispiel liefere sie mit dem verlorenen Prozess nicht, gab Kesha zu. Gleichwohl ist es allerdings auch Bestandteil des Rechtsstaats, Vorwürfe erstmal zu prüfen. Bis ein Urteil gefällt ist, gilt auch für Dr. Luke die Unschuldsvermutung. Der 42-Jährige beteuerte auf Twitter erneut, er habe sich nichts zuschulden kommen lassen: "Ich habe Kesha nicht vergewaltigt und ich hatte nie Sex mit ihr. Kesha und ich waren viele Jahre Freunde und sie war wie eine kleine Schwester für mich."

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