Kelly Reilly: Kein Fan von Filmpremieren

Kelly Reilly
Kelly Reilly © Cover Media

Kelly Reilly (36) fühlt sich im Rampenlicht unwohl.

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Sie bleibt lieber unbemerkt

Die britische Schauspielerin ('Eden Lake') war in den vergangenen Jahren immer öfter in großen Produktionen auf der Leinwand zu sehen - darunter in dem Drama 'Flight', für das sie neben Denzel Washington (59, 'Training Day') vor die Kamera trat, aber auch in den 'Sherlock Holmes'-Filmen mit Robert Downey Jr. (49, 'Iron Man'). Seither erfreut sich die rothaarige Schönheit großer Beliebtheit - was ihr allerdings nicht immer behagt. Auf dem roten Teppich hat Reilly deshalb stets mit Nervosität zu kämpfen. "Nichts lässt mich so sehr in kalten Schweiß ausbrechen wie eine Premiere", gestand sie gegenüber der britischen Zeitung 'The Telegraph'. "Ich wurde zur New York Fashion Week eingeladen - ohne mich! Ich habe null Faszination für diese Welt übrig und fühle mich total unwohl in ihr. Anderen Honig ums Maul zu schmieren, liegt mir einfach nicht."

Für Reillys Einstellung hat anscheinend nicht jeder Verständnis. "Das irritiert die Leute, vor allem in Amerika, wo es überall immer darum geht, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn ich sage 'Nein, ich will das nicht machen; ich habe keinen Twitter-Account und keine Facebook-Seite', dann werde ich gefragt 'Was ist denn mit dir los?'", erklärte der Rotschopf unverblümt. "Vielleicht wäre ich an einem ganz anderem Punkt meiner Karriere, wenn ich diesen ganzen Kram machen würde; meinen Agenten frustriert das auf jeden Fall. Aber so bin ich einfach nicht. Es interessiert mich nicht, als Kelly bekannt zu sein - es geht um die Charaktere, die ich spiele. In eine Branche, in der es nur darum geht, anderen etwas vorzugaukeln, muss man sich selbst treu bleiben."

Obwohl sich die Darstellerin nicht mit der amerikanischen Promi-Kultur anfreunden kann, lebt sie aktuell mit ihrem Ehemann Kyle Baugher in New York. Dazu gab sie preis: "England wird immer meine Heimat bleiben, aber ich habe mich hier [in Amerika] niedergelassen. Zuerst hatte ich furchtbares Heimweh - ich sehnte mich nach den englischen Menschen, nach Pubs, meiner Familie und meinen Freunden. Aber ich liebe New York, es ist meine Lieblingsstadt." Ein Leben in Los Angeles könne sich Reilly aber nicht vorstellen. "Eine Stadt, in der es nur um meine Branche geht? Davon bekomme ich Ausschlag. Sie kann zum einsamsten Ort der Welt werden." Außerdem störe es sie, dass das Wetter in L.A. ständig gut sei. "Ich brauche vier Jahreszeit und Regen in meinem Leben."

Dass sie bereits in ihren Dreißigern steckt, bereitet der Engländerin derweil keine Probleme. "Ich kann mich daran erinnern, dass mir mit 27 gesagt wurde, ich solle niemandem sagen, ich sei älter als 23. Dabei bringt das Alter so viel Fülle und Sinnlichkeit in meine Arbeit. Man wird eher als Schwergewicht eingestuft. Ich bin ein Dinosaurier und weiß das zu schätzen", so Kelly Reilly lachend.

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