Kelly Clarkson: "Ich hasse Yoga!"

Kelly Clarkson: "Ich hasse Yoga!"
Sängerin Kelly Clarkson hasst Yoga

Exklusives Interview mit Kelly Clarkson

Der Fahrstuhl macht 'pling' und Kelly Clarkson kommt in die Hotellobby gerauscht: Sie trägt nietenbesetzte High Heels, ein gepunktetes Kleid und versprüht eine wahnsinnige Energie. Im exklusiven Interview mit RTL zeigt sich schnell, dass die Sängerin auch nach neun Jahren im Musikbusiness erfrischend natürlich geblieben ist. Sie plappert einfach fröhlich drauf los, bewundert meinen Nagellack und zeigt uns ihre Tattoos. Einfach liebenswert die 29-Jährige! Uns hat die Texanerin verraten, was bei ihrem letzten Date schiefgelaufen ist, warum es für sie so schwer ist, eine funktionierende Beziehung zu führen und weshalb sie Yoga so sehr hasst.

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Von Christina Rings

In deinem neuen Album 'Stronger’ geht es darum, enttäuscht zu sein und sich abgelehnt zu fühlen ...

Kelly Clarkson: ... ja, das sind Erfahrungen, die wir alle irgendwann im Leben machen. Darum geht’s in dem ganzen Album, aber auch darum, diese Verletzungen wegzustecken und daran zu wachsen. Diese Dinge passieren nun mal und das muss man sich klar machen.

Was rätst du denn Leuten, die grade eine schwere Zeit durchleben?

Kelly Clarkson: Das klingt vielleicht kitschig, aber jeder hat sein Päckchen zu tragen. Und auch, wenn du dich richtig schlecht fühlst und du das Gefühl hast, es geht nicht schlimmer: Am Horizont ist immer Licht und irgendwann wird es wieder besser werden. Und wenn nicht, dann solltest du überdenken, ob du dich mit den richtigen Leuten umgibst. (lacht)

Vor fünf Jahren musstest du eine Auszeit nehmen, weil der Tourstress einfach zu viel wurde. Wie schützt du dich heute davor?

Kelly Clarkson: Genauso, wie ich es damals gemacht habe. Ich sage dann einfach: Es reicht mir jetzt, ich bin müde! Ich habe mit meinem ersten Album sieben Tourneen gespielt - ohne Pause! Es war verrückt. Es war nicht so, dass Leute mich gezwungen hätten, weiterzumachen. Ich liebe es, viel und hart zu arbeiten. Aber ich bin in der Zeit zweimal aus den Latschen gekippt und da war es einfach Zeit 'Stopp!' zu sagen und eine Pause zu machen.

Du hast ja auch mal Yoga ausprobiert, was gut ist, um sich zu entspannen ...

Kelly Clarkson: ...ja und ich hasse es! (lacht) Der einzige Grund, warum ich das mache, ist wegen der Meditation. Es fällt mir schwer, mal ruhig zu sein und runterzukommen. Ich bin immer in Eile und habe einfach unglaublich viel Energie. Darum ist es gut, mal langsamer zu machen und ruhig zu atmen. (Atmet laut aus...) Aber ich hasse es!

Hast du dich denn an den Ruhm und das öffentliche Interesse an deiner Person gewöhnt?

Kelly Clarkson: Direkt einen Tag, nachdem ich 'American Idol’ gewonnen habe, habe ich mein Gesicht überall gesehen und plötzlich wollten alle mit mir sprechen. Das hat mich skeptisch gemacht. Ich bin automatisch einen Schritt zurückgetreten. Außerdem lebe ich in einer kleinen Stadt, in der mich jeder kennt. Da ist es leicht, bodenständig zu bleiben.

Was würdest du Stars wie Lindsay Lohan raten, die es nicht geschafft haben, mit dem Erfolg klarzukommen?

Kelly Clarkson: Du musst deine Grenzen kennen und ich kenne meine sehr gut. Es hat Jahre gedauert, das herauszufinden. Manche Künstler haben ein riesiges Tagespensum, andere gehen es entspannter an. Es kommt drauf an, welcher Typ du bist und auch darauf, aus Fehlern zu lernen.

Liest du eigentlich die ganzen Artikel, die so über dich in Umlauf gebracht werden?

Kelly Clarkson: Nein, ich lese gar nichts! Nach 'American Idol’ hatten wir eine Art Crashkurs im Umgang mit Medien und da hab' ich schon gedacht: Das ist nichts für mich! Ich will keine guten Dinge über mich lesen, weil es einem das Gefühl gibt, etwas Besseres zu sein. Aber ich will natürlich auch keine schlechten Dinge über mich lesen, weil ich dann heulen muss (lacht).

Kurz nachdem ich bekannt geworden bin, hieß es, dass ich Kinder habe und sie vor der Öffentlichkeit verstecke. Das war mit das bekloppteste Gerücht, das ich je über mich gelesen habe. Ich hab’ nur gedacht: 'Hallo? Ich bin 19, ich will noch keine Kinder!’ Das ist auch der Grund, warum ich 'Twitter’ so gerne mag. Du kannst alle Gerüchte, die über dich in Umlauf sind, mit einem Post zerschmettern: Nein, ich bin nicht betrunken aus dem Flugzeug geflogen und nein, ich habe keine Kinder ...

Kannst du denn noch raus gehen und feiern ohne die ganze Zeit denken zu müssen: 'Oh nein, ich könnte von einem Paparazzo gesehen werden!'

Kelly Clarkson: Ne, es gibt genug 'YouTube'-Videos auf denen ich betrunken bin (lacht laut). Hallo? Ich bin 29 mein Gott! Klar geh ich manchmal los und mache einen drauf. Aber ich bin eher häuslich und feiere höchstens zwei Mal im Jahr ab - dann aber richtig! Ich war nie ein Partygirl. Ich habe ganz früher in einer Bar gejobbt, jeden Tag sturzbetrunkene Menschen gesehen und immer gedacht: So will ich nie sein.

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