Keine Kohle: Wenn Promis zum Zweitjob greifen müssen

Fiona Erdmann kann vom Modeln allein nicht leben
Fiona Erdmann kann von ihren Modeljobs allein nicht leben © imago stock&people

Die wenigstens Promis haben ausgesorgt

Als Promi hat man ausgesorgt – das trifft vielleicht auf die Topstars zu, aber die Realität in Deutschland sieht anders aus. Viele müssen zu Zweit- oder Drittjobs greifen, um sich über Wasser zu halten. Dazu gehören unter anderem Rocco Stark, Katy Karrenbauer oder Fiona Erdmann.

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Model Fiona Erdmann entwirft neuerdings Henna-Tattoos. "Für mich ist das unheimlich wichtig ein zweites Standbein zu haben. In dieser Branche gehst du halt manchmal auf 1.000 Castings und nachher klappt dann doch irgendwie nichts. Und wer weiß, wie lange man gefragt ist?", sagt sie im RTL-Interview.

Und deshalb hat die Ex-Dschungelcamp-Bewohnerin mit ihrem eigenen Online-Shop vorgesorgt: "Manchmal denken die Leute, es ist alles immer super, super. Es ist schon ein harter Kampf auch in dieser Branche zu bleiben und von daher ist es gut, wenn man das Gefühl hat auch etwas selbst aufgebaut zu haben und einen Rückhalt zu haben."

Rocco Stark ist von Beruf eigentlich Schauspieler, doch er ist auch Ladenbesitzer und Kinderbuch-Autor. "Eigentlich ist alles mein Job, das ganze Leben ist ja mein Job. Ich mach nur die ganzen Sachen, die ich gerne mache, zu meinem Beruf." Aha, mit dem Hobby Geld scheffeln, Rocco sieht’s positiv.

Bei anderen klingt das alles eher nach dem Kampf ums Überleben. "Niemand von uns will von Sozialgeld leben. Das ist immer diese Angst davor, wir haben früher in der Kneipe gearbeitet als Nebenjob oder haben Flyer verteilt", gesteht der ehemalige ‚Hinter Gittern‘-Star Katy Karrenbauer. Denn für die meisten Schauspieler bleiben Traum-Gagen nur ein Traum.

Katy selbst landete nach ‚Hinter Gittern‘ sogar einmal beim Arbeitsamt. "Als ich noch bei ‚Hinter Gittern‘ war, da hab ich täglich gedreht und hatte 280 Drehtage im Jahr. Aber die Zeiten sind einfach anders und dann suchen wir natürlich alle nach dem, was wir noch tun können."

Ein Rückhalt war auch Rocco Stark wichtig, deshalb entschloss er sich, mehrere Klamottenläden zu eröffnen. 2013 wurde der Schauspieler Papa: "Der Antrieb war letzten Endes natürlich meine Tochter. Dann hab ich geguckt, was ich noch so machen kann und weil ich so coole Klamotten hab und die Leute mich immer fragen, wo ich die her habe, habe ich gedacht, das wäre ja total intelligent, wenn ich meine Visitenkarte hergebe und nicht die von anderen Leuten."

Ganz schön clever! Die Promis kommen eben auch im wahren Leben einfach nicht drum herum eine Doppelrolle zu spielen - und zwar eine berufliche!

Bilderquelle: Imago

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