Kein Bock auf Lindsay Lohan: Thomas Kretschmann

Kein Bock auf Lindsay Lohan: Thomas Kretschmann

Er ist Deutschlands erfolgreichster Hollywood-Schauspieler und muss sich dafür noch nicht mal anstrengen. Thomas Kretschmann braucht nicht mal Klinken zu putzen, sondern angesagte Regisseure wie Peter Jackson fragen bei ihm an, ob er mit ihnen arbeiten mag. Bei dem Angebot, an der Seite von Sir Kingsley in „Transsiberian“ zu spielen, musste er nicht lange überlegen. Als er den Kannibalen in „Rohtenburg“ spielen sollte, hat er nach ein paar Zweifeln zugesagt und richtig viel Spaß gehabt. Nur als er im gleichen Film wie Lindsay Lohan auftauchen sollte, cancelte er das Projekt. Bei der Berlinale erklärte er uns, warum.

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Interview: Mireilla Zirpins

Herr Kretschmann, gibt es überhaupt Tabus für Sie? Sie haben Adolf Eichmann gespielt und den Kannibalen in „Rohtenburg“...

Bei beiden Rollen habe ich überlegt, ob ich das machen will. Bei „Rohtenburg“ war es dann richtig schön. Das war meine Lieblingsfigur – zum Spielen jedenfalls. Da konnte ich mich richtig austoben. Ich habe aber auch beschlossen, das als fiktives Buch anzusehen und nicht den Meiwes, oder wie er heißt, zu spielen. Sonst hätte ich das auch nicht machen können. Wer will sich in ein so krankes Hirn reindenken? Ich hab ja auch Grenzen. Bei Eichmann kann man natürlich nicht mehr von Spaß reden, aber es war sehr ausfüllend für mich als Schauspieler.

Sie leben seit zwölf Jahren in den USA. Werden Sie dort weniger auf der Straße angesprochen?

Ich werde generell wenig belästigt, hier wie dort.

Aber als sie mit Angelina Jolie „Wanted“ gedreht haben, haben Sie doch sicher den ganzen Brangelina-Rummel mit abgekriegt?

Das Set war zum Glück immer gut abgesperrt. Aber es muss ein Alptraum sein, so zu leben.

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