Katrin Sass: Der Norden ist meins

Katrin Sass
Katrin Sass © Cover Media

Während der Dreharbeiten auf Usedom zu 'Mörderhus' kamen Heimatgefühle bei Katrin Sass (58) auf.

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Drehen auf Usedom

In der neuen ARD-Krimireihe ist die Schauspielerin ('Sein letztes Rennen') an der Seite von Lisa Maria Potthoff (36, 'Männerhort') zu sehen, wo sie als Mutter-Tochter-Duo einen Mord auf Usedom aufklären. Als gebürtige Schwerinerin genoss Sass die Dreharbeiten auf der Ostsee-Insel trotz der eisigen Winterkälte, die dort herrschte: "Der Norden ist natürlich meins", bestätigte sie im Interview auf 'bild.de'.

So blieb die Darstellerin auch während der ganzen Zeit der Dreharbeiten auf Usedom und hatte fast das Gefühl, dort Urlaub zu machen. "Ich war ganz froh, dass ich dort in einem wunderschönen Hotel wohnte. Ich guckte aus dem Fenster und blickte aufs Meer. Es war eine sehr entspannte Zeit", berichtete sie weiter.

Da im Winter gefilmt wurde, hielten sich kaum Touristen auf der Insel auf und das ermöglichte der Besetzung, viele Einheimische kennenzulernen. "Auf meinen Spaziergängen habe ich wieder Heimat gespürt. Die Uhren tickten langsamer. Ich fühlte mich tatsächlich freier. Usedom strahlte eine unglaubliche Weite und Ruhe aus", schwärmte Sass schon in einem Gespräch mit 'ndr.de'.

In 'Mörderhus' geht es um drei Frauen - Mutter, Tochter und Enkelin - und der Krimi ist damit laut Sass ein wahrer Frauenfilm. Sonst stünde im deutschen Fernsehen meist der Mann im Vordergrund, die Damen werden um ihn herum besetzt. Das Schöne an der neuen Krimireihe ist für die Wahl-Berlinerin die Fixierung auf die drei Frauen, was sie an ihre Zeit als Schauspielerin in der ehemaligen DDR erinnerte: "'Mörderhus' erinnert mich in gewisser Weise an meine Defa-Jahre Anfang der Achtziger, als wir fürs Kino viele Frauengeschichten erzählt haben. [Damals] … ging es um Frauen in der Gesellschaft, Konflikte in der Ehe, häusliche Gewalt. Noch heute müssen Frauen um ihre Rechte kämpfen, ob in der Politik oder in der Kunst. Sie werden für ihre Arbeit schlechter bezahlt. Wie kann das sein? Es ist absurd", kritisierte Katrin Sass.

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