Katrin Bauerfeind: Für Manche Träume ist es zu spät

Katrin Bauerfeind
Katrin Bauerfeind © Cover Media

Topmodel, Leistungssportlerin, Wunderkind - all das kann Katrin Bauerfeind (31) nicht mehr werden.

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Für andere nicht

"Mit 30 habe ich festgestellt, dass manche Träume sich nicht mehr erfüllen lassen", schrieb die Autorin und Moderatorin ('3 nach 9') in der Kolumne 'Ich habe einen Traum' vom 'Zeit Magazin'. "Im Ausland studieren zum Beispiel. Könnte ich zwar immer noch, aber eigentlich bin ich mittlerweile darüber hinaus, jeden Abend in Frankreich feiern gehen zu wollen. Jung Mutter werden wird jetzt auch schon eng. Topmodel, Leistungssportlerin, Wunderkind, für all die Träume ist es jetzt zu spät."

Vor allem die magische 30, die Bauerfeind am 21. Juli 2012 gefeiert hat, scheint ein Wendepunkt im Leben vieler junger Menschen zu sein. Findet zumindest die Aalenerin: "Bis wir 30 sind, erzählt uns jeder, uns gehöre die Welt, alle Türen stünden uns offen. Dann wird man eines Tages wach, fühlt sich unverändert, ist aber plötzlich 30 und stellt fest, dass die Zahl der offenen Türen sich drastisch reduziert hat. Die Fragen nach Mann und Kind und Haus werden lauter." Genau das ist es, was die Kreative nicht will: Dass die Fragen der anderen ihr Leben bestimmen. "Ich träume davon, dass wir ohne diese Stimmen leben können, die uns sagen, wann wir was zu tun haben. Dass wir den Freiraum haben, nur auf unsere eigene Stimme zu hören und ohne Druck unsere Entscheidungen zu treffen", betonte sie.

Im März erschien das neue Buch der Brünetten, 'Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: Geschichten vom schönen Scheitern' - ein Plädoyer zu mehr Gelassenheit, wie Katrin Bauerfeind im Gespräch mit 'HNA' betonte: "Absolut. Ich finde, es herrscht ein riesiger Optimierungswahn. Es ist unfassbar, worin man total geil sein könnte, es aber doch nicht ist. Das Scheitern ist programmiert. Dabei ist Scheitern nichts per se Schlechtes. Mein Lieblingsbeispiel sind die Post-its: Jemand versucht, einen Superkleber zu erfinden, versagt kläglich, entwickelt daraus aber die nützlichen Klebezettel. Aus dem Scheitern kann Erfolg entstehen. Deshalb ist es gut, wenn jemand sagt: 'Ich gönn mir mal einen Fehler.'"

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