Katja Riemann über Lampenfieber und ihre Kritiker

Katja Riemann über Lampenfieber und ihre Kritiker
"Die abhandene Welt": Sophie (Katja Riemann) bei einem spontanen Auftritt in einer New Yorker Bar © Concorde Filmverleih / Jan Betke

Mit ihren 51 Jahren und dutzenden Auftritten in Theater-, Film- und Fernsehproduktionen zählt Katja Riemann zu den bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands. Trotzdem leidet sie auch heute noch unter Lampenfieber, wie sie im Gespräch mit dem Magazin "Reader's Digest" erzählt: "Ich habe immer viel Angst, auf die Bühne zu gehen - aber wenn man dann dort steht, ist man froh, dass man es geschafft hat". Zusätzlich spricht Riemann über ihr Verhältnis zu den Kritikern, Erfolg und Anerkennung.

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Sie war manchmal "barsch"

Die Darstellerin, die viele mit Filmen wie "Der bewegte Mann" und "Bandits" verbinden, war 2013 auch im Kassenschlager "Fack ju Göhte" zu sehen. Der Erfolg der Komödie sei "einfach fantastisch" - weswegen man gerade auch an der Fortsetzung arbeite - und "jeder der behauptet, Erfolg wäre keine tolle Sache, der lügt. Anerkennung ist doch etwas Wunderbares."

Womöglich wegen dieser Einstellung hatte sie früher auch ihre lieben Probleme mit den Kritikern. Gerade als sich die ersten großen Kino-Erfolge einstellten, habe es Artikel gegeben, "die unfassbar schmerzlich waren." Aber auch sie selbst sei "bisweilen barsch gewesen", wie sie weiter zugibt. "Das war das Resultat von Angst, die mich lange begleitet hat. Mittlerweile bin ich älter und bekomme wahrscheinlich deswegen eine gewisse Anerkennung". Außerdem sei es schön für sie, "dass dieses Verhältnis sich zum Guten gewandelt hat".

Am 7. Mai kommt ihr Drama "Die abhandene Welt" in die Kinos, in dem sie unter anderem neben Matthias Habich (75) und Barbara Sukowa (65) zu sehen ist. Wie auch immer der Film ankommen wird, mit Kritik kann sie heute wohl besser umgehen als damals: "Frustration führt einen nirgendwo hin, das ist ein ziemlich enges Gefühl. Ich bin ja bereits ein bisschen älter, und irgendwo dahinten ist einmal Schluss. Deswegen versuche ich, mir mein Leben schön zu machen."

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