Katja Ebstein: Eine Powerfrau begeistert international

Sängerin Katja Ebstein
Sängerin Katja Ebstein bei einem ihrer Auftritte

Katja Ebsteins Karriere und ihre größten Erfolge

Katja Ebstein sang bereits während der Studienzeit in Künstler- und Studentenkneipen und war in der Liedermacher- und Jazz-Szene aktiv. Im Jahr 1964 erhielt sie ihr erstes Engagement. Zusammen mit drei weiteren Musikern trat sie für den Sender ‚Freies Berlin‘ in der ARD-Sendung ‚Marmeladentopf‘ auf. Später weckte sie die Aufmerksamkeit des Berliner Produzenten und Komponisten Heino Gaze, der sie einige Male für den Background engagierte. In Zusammenarbeit mit Gaze kamen auch Ebsteins beiden ersten Singles heraus: ‚Irgendwo, Irgendwie‘ im Jahr 1965 und ‚Wo ist das Schiff‘ 1966.

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Damals bevorzugte die Sängerin den Künstlernamen ‚Katja‘. Aufgrund der ausbleibenden Erfolge agierte Ebstein im Anschluss wieder als Background-Sängerin. Im darauffolgenden Jahr begegnete ihr der Produzent und Komponist Christian Bruhn, ihr späterer Ehemann. Beim ‚Festival Chanson Folklore International‘ im Hunsrück lernte sie Siegfried Loch, den Deutschlandchef einer amerikanischen Plattenfirma kennen. Von ihm erhielt sie ihren ersten Plattenvertrag. Nach den Singles ‚Der Draht in der Sonne‘ und ‚... und wenn der Regen fällt‘ veröffentlichte sie im Herbst 1969 das Album ‚Katja‘. Ein Jahr später nahm Katja Ebstein am ‚Grand Prix Eurovision de la Chanson‘ teil und war fortan immer häufiger im Fernsehen zu sehen. Mit ‚Wunder gibt es immer wieder‘ gewann sie 1970 den deutschen Vorentscheid zum ‚Grand Prix’, und erreichte beim Finale den dritten Platz.

Die Sängerin wurde international bekannt, sodass ihre Lieder auf Spanisch, Französisch, Englisch, Portugiesisch, Japanisch und Italienisch erschienen. 1980 erreichte Ebstein bei beim ‚Grand Prix Eurovision de la Chanson‘ mit ‚Theater‘ den 2. Platz. 1981 moderierte sie den deutschen Vorentscheid. Anlässlich des ‚Internationalen Songfestivals‘ in Rio de Janeiro wählte man sie 1970 zur ‚Besten Sängerin‘. Später ging sie mit den James Last- und Paul-Kuhn-Orchestern auf Tournee. In ‚Ein Kessel Buntes‘ hatte Ebstein 1972 ihren ersten DDR-Auftritt.

In den 70er-Jahren und Anfang der 80er liefen mehrere Musikshows mit Katja Ebstein im Fernsehen. In den 80er-Jahren spielte sie außerdem viel Theater. In den 90ern ging Katja Ebstein mit einem Lyrik-Programm auf Tour. 2001 folgte die Aufführung ‚Die Geschichte vom Soldaten‘ mit dem ‚WDR-Kammersinfonieorchester‘. Beliebt war auch das Vorweihnachtsprogramm ‚Es fällt ein Stern herunter...‘ mit Texten von Heinrich Heine, Loriot und Erich Kästner. Anlässlich ihres 40-jährigen Bühnenjubiläums brachte Katja Ebstein ein neues Album heraus.

2006 feierte sie mit der Live-Show ‚Meine Lieder‘ deutschlandweit Erfolge. Die Sängerin war außerdem in Sendungen wie ‚Musical Showstar 2008‘, ‚Let’s Dance‘ und beim Vorentscheid zum ‚Eurovision Song Contest‘ auf den Fernsehbildschirmen zu sehen. Im Jahr 2008 kam ihr Programm ‚Na und? Wir leben noch‘ mit neuen und alten Liedern auf die Bühne. Mit dem Rapper JokA produzierte Ebstein 2011 eine Cover-Version von ‚Wunder gibt es immer wieder‘, wozu auch ein Musikvideo erschienen ist. Mit dem Lied landeten die Musiker einen 1. Platz in den deutschen ‚Hip-Hop-Download-Charts‘.

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