Katarina Witt hat ihre Akte nie vollständig gelesen

Katarina Witt hat ihre Akte nie vollständig gelesen
Katarina Witt © Cover Media

Katarina Witt (49) weiß, was sie ihrem Sport zu verdanken hat.

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Protokoll ihres Lebens

Die ehemalige Königin des Eiskunstlaufes war DIE Sportlerin der DDR und feierte schon als Jugendliche einen Erfolg nach dem anderen. Die Stasi hatte allerdings immer ein genaues Auge auf seinen Schlittschuh-Star, der sich mit seiner Akte jedoch nie wirklich vertraut machte. Im Interview mit dem 'Stern' gestand Witt: "Ich habe alle 3000 Seiten kopiert, weggepackt und verdrängt."

Überhaupt sei das Eis ihre Rettung gewesen, sie sei so beschäftigt gewesen mit ihren diversen Verpflichtungen, die sie aufgrund des Sports hatte, dass sie gar nicht die Zeit hatte, sich mit der Stasi ausgiebig auseinanderzusetzen: "Alles, was hinter der Bande war, das hat mich nicht erreicht."

In einem Interview mit der 'Zeit' sprach die Ex-Sportlerin ebenfalls über ihr Leben in der DDR. Dort beschrieb sie unter anderem die Zeit nach 1984, als sie zum ersten Mal Olympisches Gold geholt hatte und danach international als Star gefeiert wurde. Witts Traum war, bei Eisshows zu laufen, die es in der DDR aber nicht gab. Sie habe im Anschluss an ihren Erfolg deswegen mit den Sportaktionären einen Deal gemacht: Wenn sie noch einmal Gold bei Olympia hole, dürfe sie für einige Auftritte ausreisen. Ein unvorstellbarer Druck lastete damals auf der erst 22-Jährigen, als sie 1988 erneut antrat - und tatsächlich gewann.

"Das war ein Riesendruck", bestätigte Katarina Witt. "Ich hatte Glück, dass ich daran nicht kaputtgegangen bin. Andere Sportler sind an diesem Punkt zerbrochen. Ich bin hart im Nehmen. Am besten war ich, wenn ich mit dem Rücken zur Wand stand."

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