Hollywood Blog by Jessica Mazur

Karrierekiller Botox, Silikon & Co.

von Jessica Mazur

Kate Hudson hat wirklich ein extrem schlechtes Timing.

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Da wartet die Schauspielerin jahrelang, bis sie sich ihren Busen vergrößern lässt und kaum lässt sie sich die Silikonkissen einsetzen, ändert Hollywood einfach die Spielregeln. Im Filmgeschäft sind falsche Brüste ab sofort ein Karrierekiller, denn Hollywood goes flat!

Nachdem die Entertainment Industrie jahrelang von Schauspielern verlangt hat, so perfekt wie möglich zu sein dünn, faltenfrei, Traummaße... und die halbe Stadt zu Dr. Nip / Tuck rannte, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben viele Studiobosse nun ihre Meinung geändert. Alles echt ist wieder in! Der Regisseur Shawn Levy erklärt: Vor ein paar Jahren hatten die Schauspieler noch das Gefühl, eine Rolle nur dann bekommen zu können, wenn sie etwas an sich haben machen lassen. Heute schadet ihnen das. Wer heute für eine Rolle vorspricht und unecht aussieht, hat schlechte Chancen. Selbst die New York Times titelt diesbezüglich bereits: Botox is the enemy (Botox ist der Feind). Ups, muss Nicole Kidman jetzt den Beruf wechseln...?

Die Hollywood-Produzenten und Casting-Direktoren machen kein Geheimnis daraus, dass sie die Nase voll haben, von operierten und glatt gespritzten Mimen. Selbst Komparsen und Kleindarsteller, die mit viel Glück einmal durchs Bild laufen dürfen werden mittlerweile schon auf ihre Natürlichkeit getestet. Bei einem Komparsen-Casting für den vierten Fluch der Karibik-Film lautete die Ansage zum Beispiel klipp und klar, dass sich nur Frauen with real breasts(mit echten Brüsten) bewerben dürfen. Die Frauen in der engeren Auswahl wurden dann sogar noch einmal im Badeanzug fotografiert, damit sich auch ja kein falscher Fuffziger in den Piratenfilm einschleicht. Frei nach dem Motto:

Silikonbrüste? Wir müssen leider draußen bleiben.

Doch die Studiobosse haben ein Problem: L.A. ist nämlich randvoll mit Frauen jeglichen Alters, die sich bereits körperlich den bisherigen Hollywood-Richtlinien angepasst haben, in der Hoffnung, hier ganz groß raus zu kommen. Soll heißen, natürlich aussehende Frauen sind tatsächlich Mangelware in dieser Stadt. Ein Produzent von FOX erklärte gegenüber den US Medien, dass aus diesem Grund derzeit tatsächlich immer mehr Schauspieler aus Australien und England rekrutiert werden. Kein Wunder also, dass viele Schauspieler mittlerweile lieber eine Drogen- oder Sexsucht zugeben würden, als zu verraten, dass sie an sich herumgeschnippelt oder -gespritzt haben lassen. Eine Sucht schadet der Karriere weniger, als ein plastischer Eingriff, so Hollywood-Insider. Hört, hört!

Weniger ist also ab sofort mehr in Hollywood. Mensch, da lag Kate Hudson mit Körbchengrößer A doch voll im Trend! Eine, die das bereits kapiert hat, ist Sharon Osbourne. Die kündigte nämlich an, ihre Implantate im Juli entfernen zu lassen und diese dann Ozzy als Briefbeschwerer zu schenken. Tolle Idee! Wie viele ihrem Beispiel folgen werden, ist unklar, aber die große Hollywood Abrüstungswelle soll bereits begonnen haben! Na dann, back to nature!

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.