Karlheinz Böhm ist gestorben

Karlheinz Böhm
Karlheinz Böhm © Cover Media

Mit Karlheinz Böhm (†86) verliert die Welt eine Schauspiellegende.

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Im Alter von 86 Jahren

Der Künstler machte sich in den 50er-Jahren in der 'Sissi'-Trilogie einen Namen, er spielte den jungen Kaiser Franz Joseph. Nun teilte eine Sprecherin der Stadt Salzburg mit, dass der Star am Donnerstagabend in Grödig bei Salzburg verstorben sei.

Obwohl er in über 45 Filmen mitspielte, bleibt Karlheinz Böhm den Menschen vor allem als Wohltäter in Erinnerung: 'Kurier.at' erinnerte daran, als Böhm am 16. Mai 1981 im Fernsehen wettete, dass nicht jeder dritte Zuschauer eine Spende von einer Mark, einem Franken oder sieben Schilling für die Menschen in Äthiopien spenden würde. Er sollte zwar Recht behalten, doch immerhin kamen an diesem Abend umgerechnet 715.000 Euro zusammen. Ein toller Start, den der Künstler nutzte, um in München die Wohltätigkeitsorganisation 'Menschen für Menschen' zu gründen. Seit 2011 leitet seine vierte Frau Almaz (48) die Belange der Stiftung.

Der Entertainer hatte lange unter dem Image des perfekten Schwiegersohns gelitten und war nach dem riesigen Erfolg der 'Sissi'-Filme ins Ausland gegangen, um dort neue schauspielerische Facetten zeigen zu können. Das gelang ihm 1960 als psychopathischer Mörder in 'Augen der Angst'. Zwar wurde der Streifen damals von der Presse verrissen, heute aber gilt er als Meisterwerk.

Vor Jahren erzählte Karlheinz Böhm im Gespräch mit 'Planet Interview', dass die vernichtenden Kritiken zu 'Augen der Angst' eine der schlimmsten Erfahrungen waren, die er als Schauspieler erleben musste: "Ich war, wie auch [Regisseur] Michael Powell, von diesem genialischen Drehbuch immer überzeugt gewesen. Wir waren tatsächlich völlig fassungslos. Für mich war das beruflich der totale Zusammenbruch. Ich wurde ja auch in Deutschland von der Kritik zerrissen. Überhaupt war das die größte Enttäuschung, die mir in meiner gesamten Filmlaufbahn passiert ist."

Natürlich wird Karlheinz Böhm seinen Fans vor allem aber durch seine Erfolge in Erinnerung bleiben. 

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