Karl Dall: Vermeintliches Vergewaltigungs-Opfer spricht

Karl Dall: Vermeintliches Opfer spricht
Hat Karl Dall die Journalistin vergewaltigt? © imago stock&people

"Wenn ich an die Nacht gedacht habe, hat es mich geschüttelt"

Er soll eine Journalistin vergewaltigt haben und musste dafür für vier Tage in Untersuchungshaft. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Zürich gegen Karl Dall. Seit Wochen schon muss sich der Entertainer gegen die schweren Vorwürfe wehren, beteuert immer wieder sein Unschuld: „Ich bin zutiefst traurig über diese Ereignisse und fühle mich in meinem Zutrauen missbraucht. Möge dieser Alptraum möglichst bald vorüber sein“, so 72-Jährige gegenüber ‚Bild‘. Doch jetzt meldet sich das vermeintliche Opfer selbst zu Wort und erklärt, warum sie erst Wochen nach der Tat zur Polizei ging und wie es ihr heute geht.

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„Nachts, da ist das wieder. Da denkt man wieder darüber nach, obwohl man diese Erinnerung aus dem Gedächtnis verbannen will, kommt sie trotzdem immer wieder hoch“, sagt die Journalistin der ‚Bild‘-Zeitung. Mehr will sie über die angebliche Nacht, in der sie Karl Dall zum Sex gezwungen haben soll, nicht sagen. "Wenn ich an die Nacht gedacht habe, an Dall, da hat es mich geschüttelt, weil ich mich so geekelt habe“, zitiert die ‚Bild‘ weiter.

Wer ist in dieser Geschichte eigentlich das Opfer?

Doch was steckt hinter den Vorwürfen? Wer ist in dieser Geschichte eigentlich das Opfer? Wie die Zeitung ‚Schweiz am Sonntag‘ berichtet, soll die Journalistin auch zu mehreren Schweizer Politikern Kontakt gehabt haben. Einer von ihnen ist der Glasner Ständerat This Jenny. Er behauptet, die Journalistin habe nach einem Interview-Termin Sex gefordert. Als er dies abgelehnt habe, soll sie ihn per Telefon terrorisiert haben. Ein Vorwurf, den noch mehr Politiker bestätigen können.

Karl Dall sagte indes in einem Statement, das er der ‚Bild‘-Zeitung zukommen ließ, die Journalistin „habe versucht, einen beruflichen Kontakt mit mir zu benutzen, sich in mein Leben einzuschleichen und finanzielle Vorteile daraus zu erlangen“. Außerdem stecke „das angebliche Opfer offenkundig in erheblichen persönlichen, psychischen wie finanziellen Schwierigkeiten und hat jahrelang einen anderen Prominenten „terrormässig“ gestalkt.“

Die Rede ist von Udo Jürgens. Im Jahre 2006 soll die 43-Jährige den Musiker massiv unter Druck gesetzt und gestalkt haben. „Ich habe mehrfach meine Nummern geändert, aber das hat alles nicht geholfen. Manchmal sind es bis zu 50 Anrufe in einer Stunde“, so der 79-Jährige damals zu ‚Bild‘.

Im Fall der Schweizer Journalistin ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen. Wer am Ende Recht bekommt, ist offen.

Bildquelle: Imago

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