Kanye West kündigt bei Twitter ganz nebenbei ein neues Album an

Kurz und kurios: Kanye West kündigt neues Album an
Exzentriker unter sich: Kanye West und Gattin Kim Kardashian bei den MTV Video Music Awards © DFree/Shutterstock.com

Manchen Menschen tut es nicht gut, ihre Gedanken unmittelbar mit einer unüberschaubaren Menge an Zuhörern teilen zu können - bei Twitter zum Beispiel. Auch Kanye West (38, "Bound 2") scheint immer weniger mit dem Kommunikationsmittel klarzukommen. Oder vielleicht auch einfach völlig den Kontakt zur Realität zu verlieren. Am Mittwochabend hat sich der Star den nächsten skurrilen Auftritt gegönnt: Er kündigte auf denkbar abseitige Weise ein weiteres neues Album an.

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Mitten in der Twitter-Tirade

Eigentlich hatte West bei dem Kurznachrichtendienst zu einer seiner äußerst selbstbewussten Tiraden angesetzt, diesmal über die Grammy-Awards. "Ich denke, das Grammy-Award-System ist abseitig und völlig aus der Zeit gefallen", twitterte er. Nur um dann zu erklären: "Ich gebe keine Meinungen ab, weil sie allgemein anerkannt sind, sondern weil ich so fühle." Er wolle nicht lügen, erklärte West - er "liebe sich gerade sehr". Und schließlich, völlig zusammenhangslos: "Neues Album kommt diesen Sommer."

 

"Die Welt braucht einen Typen wie mich"

 

Der ein oder andere Follower mochte da noch ratlos die Stirn runzeln. Kanye West hingegen verspürte offenbar keinerlei Zweifel - wenige Minuten nach der großen Ankündigung setzte er schon den nächsten Tweet ab. "Die Welt braucht einen Typen wie mich. Die Welt braucht jemanden, der furchtlos ist, und seine Wahrheit sagt." Er sei "eine Stimme der Freiheit", folgerte der Star.

West hatte erst vor wenigen Tagen das Album "The Life Of Pablo" über Jay Zs Tidal veröffentlicht - und dem Streamingdienst erstaunliche Mitgliederzuwächse beschert. Trotzdem scheint der Mann, der sich selbst als "wichtigster lebender Künstler" bezeichnet, enorme Ego- und Geld-Probleme mit sich herumzuschleppen.

In einem anderen Tweet hatte er vor Tagen von Millionen-Schulden berichtet und Facebook-Chef Mark Zuckerberg um eine Milliarde Dollar angepumpt. Bei den Grammy-Awards hatte sich West geleakten Tonbandaufnahmen zufolge heftig und großspurig über die Mitarbeiter der Show beschwert: "Sind die wahnsinnig? Mann, ich bin 50 Prozent einflussreicher als Stanley Kubrick, Picasso, der Apostel Paulus und Eskobar! Legt euch nicht mit mir an!" Ob Sorgen angebracht sind, scheint noch unklar - West selbst erklärte am Mittwoch in seinen Tweets: "Ich bin nicht verrückt, ich bin nur frei!"

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