Kachelmann: Was droht ihm jetzt?

Kachelmann: Was droht ihm jetzt?
© dpa, Uli Deck

Muss er für mehrere Jahre ins Gefängnis?

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Anklage gegen Jörg Kachelmann wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall erhoben. Erste Details aus dem Glaubwürdigkeits-Gutachten des mutmaßlichen Opfers sind offenbar der Grund für die Anklage. Muss der TV-Meteorologe nun für mehrere Jahre ins Gefängnis?

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Jörg Kachelmann drohen bei Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall mit schwerer Körperverletzung. Mit vorgehaltenem Küchenmesser soll Jörg Kachelmann seine langjährige Lebensgefährtin zum Geschlechtsverkehr gezwungen und nach der Tat sogar mit dem Tod bedroht haben, wenn sie ihn anzeige, erklärt die Staatsanwaltschaft Mannheim. Die Ermittler stützen sich bei der Anklage nicht nur auf die Aussage der Ex-Freundin, sondern auch auf die DNA- und Blutspuren die auf einem Küchenmesser gefunden wurden. Außerdem sollen an den Oberschenkeln der Frau "erhebliche Hämatome" und leichte Schnittspuren am Hals festgestellt worden sein. Eine Selbstverletzung der 36-Jährigen schließen die Rechtsmediziner aus.

Wann ein möglicher Prozess beginnt, ist noch offen. Über die Zulassung der Anklage entscheidet jetzt das Landgericht Mannheim, bis dahin muss Kachelmann in Untersuchungshaft bleiben. Der Anwalt des mutmaßlichen Opfers betonte, dass seine Mandantin sehr erleichtert auf die Anklageerhebung reagiert habe. Die Staatsanwaltschaft habe damit "dokumentiert, dass sie meiner Mandantin glaubt“, wie der Anwalt betonte.

Der TV-Meteorologe sitzt seit dem 20. März in Mannheim in Untersuchungshaft. Der Wetter-Experte selbst bestreitet nach wie vor, seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt zu haben.

(Foto: dpa)

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