Kachelmann vor Gericht: Er will aussagen

Kachelmann vor Gericht: Er will aussagen
© picture alliance / dpa, Sören Stache

TV-Meteorologe will sich heute zu den Vorwürfen äußern

Heute entscheidet ein Haftrichter am Amtsgericht Mannheim, ob Jörg Kachelmann vorerst im Gefängnis bleiben muss oder nicht. Für den Gerichtstermin um 10.30 Uhr kündigen seine Verteidiger an: "Herr Kachelmann wird sich gegenüber der Staatsanwaltschaft umfassend zu den Vorwürfen äußern."

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Jörg Kachelmanns Anwälte und seine Firma Meteomedia hatten sich bereits in einer öffentlichen Presse-Erklärung zu den schweren Vergewaltigungs-Vorwürfen gegen den TV-Meteorologen geäußert:

„Jörg Kachelmann ist unschuldig. Er hat die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen. Herr Kachelmann setzt auf die Objektivität von Staatsanwaltschaft und Gericht und wird vorläufig nur diesen gegenüber Stellung zu den konkreten Tatvorwürfen beziehen. Insbesondere wird er nicht der Unsitte folgen, nun eine mediale Schlammschlacht zu beginnen, denn hierunter würden alle Beteiligten nur noch zusätzlich zu leiden haben.“

Der Anwalt der Gegenseite meldete sich ebenfalls zu Wort. Im RTL-Interview sagte er, das bei den gerichtsmedizinischen Untersuchungen bei seiner Mandantin "tattypische Verletzungen" festgestellt worden seien.

TV-Meteorologe Jörg Kachelmann sitzt seit Montag in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt gegen den 51-Jährigen wegen des Verdachts der Vergewaltigung.

Kachelmann wird ebenfalls Anklage erheben

Kachelmanns Firma Meteomedia hatte bereits angekündigt, der Firmengründer werde sich juristisch zur Wehr setzten. „Jörg Kachelmann wird wegen falscher Anschuldigung Klage erheben“, hieß es in der Meteomedia-Mitteilung. „Ohne dem Gang der Justiz vorgreifen zu wollen, halten wir es für undenkbar, dass die Anschuldigungen stimmen könnten.“ Die Vorwürfe seien absolut ungerechtfertigt. „Selbstverständlich wird Kachelmann gegen die uns bekannte Anzeigeerstatterin Anzeige erstatten.“

Auch Stephanie Schless, Sprecherin von Kachelmanns Firma 'Meteomedia' ist sich sicher, dass die Vergewaltigungs-Anschuldigungen falsch sind. "Wir halten es für ein Missverständnis, das sich sicherlich schnell aufklären wird."

Kachelmann wird nach den bisherigen Ermittlungen der Polizeidirektion Heidelberg vorgeworfen, Anfang Februar seine langjährige Freundin nach einem vorangegangenen Beziehungsstreit in ihrer Wohnung im Rhein-Neckar-Kreis gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen zu haben.

"Herr Kachelmann hat meine Mandantin vergewaltigt. Die Verletzungen und die Vergewaltigung wurden bei einer Untersuchung in der Gerichtsmedizin auch festgestellt. Meine Mandantin ging unmittelbar nach der Tat zur Polizei und erstattete Anzeige", sagte Thomas Franz, der Anwalt des vermeintlichen Opfers zu ‚Bild’.

(Bildquelle: dpa)

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