Kachelmann-Ex denkt an Suizid

Kachelmanns Ex Claudia D.: "Man wollte mich in den Selbstmord treiben"
Jörg Kachelmanns Ex Claudia D.: "Man wollte mich in den Selbstmord treiben"

"Man wollte mich in den Selbstmord treiben"

"Man hat versucht, mich durch gezielte Hetzkampagnen zugrunde zu richten und in den Selbstmord zu treiben", sagt Claudia D. Bis heute habe die Ex-Geliebte von Wetterexperte Jörg Kachelmann immer wieder Suizidgedanken, gibt sie im 'Bunte'-Interview zu. Ohne ihren Therapeuten, Professor Günter H. Seidler, hätte sie die Verhandlung nicht durchgestanden, sagt die 38-Jährige. "Seidler hat mir in den vergangenen Monaten so oft das Leben gerettet."

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An ihrem Ex Kachelmann lässt sie in ihrem ersten öffentlichen Interview kein gutes Haar: Sie bezeichnet ihn als "Soziopath", attestiert dem Wettermoderator - den sie im Gespräch nur 'JK' nennt - zudem eine "dissoziale Persönlichkeitsstörung" und "Größenwahn" - im Gegensatz übrigens zum Gutachten des gerichtlichen Sachverständigen. "Er hasst Frauen, das hat er mir selbst gesagt. Er ist ein Frauenverachter. Er verachtet Menschen generell", sagt Claudia D. weiter.

Außerdem hat Claudia D. die Befürchtung, dass "JK und seine Anwälte alles tun werden, um mich zu quälen. Bis sie mich komplett vernichtet und besiegt haben." Heute rät sie allen Frauen davon ab, "ihren Peiniger anzuzeigen, wenn dieser reich ist und sich mit Geld freikaufen kann." Das Landgericht Mannheim hatte den Moderator nach 43 Verhandlungstagen aus Mangel an Beweisen freigesprochen. "Solange wir in einem Täterstaat leben, ist es besser, als Frau den Mund zu halten", sagt die Ex-Geliebte, die in dem Prozess als Nebenklägerin auftrat. "Die Verteidigung durfte ungehindert Rufmord begehen und Verleumdungen über mich in die Welt setzen.“ Vor dem Plädoyer der Verteidigung habe sie Beruhigungstabletten genommen. "Ich wusste, dass sie mich fertigmachen würden." Richtig bereut habe sie die Anzeige, “als nach JKs Festnahme die Medienhölle losging und diese Hexenjagd im Internet“.

Kachelmann wettert gegen "deutsche Gaga-Justiz"

Kachelmann, der bereits in der Wochenzeitung 'Die Zeit' gesprochen hat, legt nun in einem Gespräch mit der schweizerischen 'Weltwoche' nach - darin wettert er vor allem gegen die deutsche beziehungsweise Mannheimer Justiz: Die Staatsanwälte seien eine "Gefahr für den Rechtsstaat" und "durchgeknallt", die Justiz "pervertiert", sagt Kachelmann. "Ich wusste, dass das Gericht alles unternehmen würde, um mir eine Straftat anzuhängen, die ich nicht begangen hatte." Und weiter: "Wenn ich mich nicht wehre, wird das, was mir passiert ist, zum Muster für alle durchgeknallten Frauen dieser Welt, die Männern etwas anhängen wollen."

Außerdem wiederholt Kachelmann seine Drohung, gegen jeden vorzugehen, der behauptet, er sei gewalttätig gewesen. Und der Ex-Geliebten prophezeit er: "Früher oder später werden sich die Gerichte mit ihr befassen." Er kritisierte auch die "deutsche Gaga-Justiz": "Wenn man selbst mit einer so katastrophal konstruierten Geschichte wie der von Frau D. durchkommt, dann weiß man doch, wie gefährlich das für einen Mann werden kann", sagte der Wetterexperte. "Ich hatte Glück, dass sie so schlecht log."

Bereits im Interview mit der 'Zeit' hatte Kachelmann Claudia D. beschuldigt, sich den Vorwurf der Vergewaltigung nur ausgedacht zu haben. Im 'Bunte'-Gespräch hält die 38-Jährige dagegen: "Das kann sich doch niemand ausdenken. Hätte ich das alles nur erfunden, wäre ich doch nicht so dämlich gewesen, eine dermaßen dilettantische Geschichte voller Erinnerungslücken und vermeintlicher Widersprüche zu präsentieren. Dann hätte ich mir doch eine Version zurechtgelegt, die hundertprozentig wasserdicht gewesen wäre." Und weiter: "Wer mich und ihn kennt, der zweifelt keine Sekunde daran, dass ich mir die Geschichte nur ausgedacht habe. Ich bin keine rachsüchtige Lügnerin!"

Gegen das Urteil - den Freispruch aus Mangel an Beweisen für Jörg Kachelmann - legte Claudia D., wie auch die Staatsanwaltschaft Revision ein. "Ich bin mit dem Freispruch nicht einverstanden. Deshalb möchte ich die ausführliche Begründung des Gerichts lesen." Über den Freispruch sei sie "völlig fassungslos" gewesen.

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