Jupiter Jones im exklusiven Interview

Jupiter Jones im Interview
Jupiter Jones - hier mit unserem Redakteur Jakob Paßlick (Zweiter von Links) - starten mit ihrem neuen Album 'Das Gegenteil von allem' durch.

"Uns kann man in keine Schublade stecken"

Die Band Jupiter Jones hat ihr neues Album auf den Markt gebracht. Aber was soll nach dem Megahit ‚Still‘ aus dem Jahre 2011 eigentlich noch kommen? Einiges! Die Jungs aus der Eifel legen mit 'Das Gegenteil von allem' nach und siehe da: In den Albumcharts landen sie als Neueinsteiger gleich auf dem fünften Platz. Mit Gitarrist Sascha Eigner und Bassist Andreas 'Becks' Becker sprachen wir über die neue Platte, über Gewichtsprobleme während der Studio-Zeit, 'Die drei ???' und ihren privaten Facebook-Account.

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Von Jakob Paßlick

Euer Album 'Das Gegenteil von allem‘ klingt ja ziemlich störrisch, seid ihr das denn im "wahren" Leben auch?

Andreas: Das klingt es nur im ersten Moment. Wenn du dir genau überlegst, was das Gegenteil von allem heißt, dann ist es auch das Gegenteil von störrisch. Das beschreibt die Band ganz gut. Wir haben unseren eigenen Sound. Und eine kleine Nische für uns gefunden.

Sascha: Man fragt uns immer, beschreibt mal eure Musik, oder man versucht uns, in eine Schublade zu stecken. Das geht eben nicht, weil wir eine so große Bandbreite haben. Deshalb dachten wir, 'Das Gegenteil von allem' passt sehr gut.

Für welchen Song habt ihr denn im Studio am längsten gebraucht?

Sascha: Es gibt einen Song, den haben wir früh aufgenommen. Irgendwie war er das Sorgenkind. Immer wieder ist er nach hinten gerutscht und erst zum Schluss fertig geworden. Das war 'Die Landung'. Wir hatten lange Zeit keine Ahnung, wohin sich der Song entwickeln soll. Am Ende hat es dann klick gemacht. Letztendlich ist es mein Lieblingssong des Albums geworden. Das war aber eine schwierige Geburt.

Lustig, die Frage nach dem Lieblingssong wollte ich eigentlich stellen, aber meist bekommt man immer die gleiche Antwort. "Ach, ich finde alle Songs toll."

Sascha: Es ändert sich natürlich auch immer wieder. Aber gerade 'Treppenwitz' und 'Die Landung' sind echt spezielle Songs für mich, mit denen ich auch gerade in der Kompositionsphase sehr viel verbinde.

Warum?

Sascha: Mit dem Schlagzeugbeat für 'Die Landung' habe ich vergangenes Jahr angefangen, für das Album zu komponieren. Jetzt ist es der letzte Song, der fertig geworden ist und da hat sich dann ein Kreis für mich geschlossen.

"Es ist ein Geschenk, was wir erleben dürfen"

Jupiter Jones im Interview
Die sympatischen Jungs aus der Eifel empfinden es als Geschenk, was sie erleben dürfen.

Ein Song von euch heißt 'Rennen und Stolpern'. Darin gibt es eine Zeile 'Wir dürfen stolpern'. Klingt, als könntet ihr auch mit Misserfolg umgehen? Oder habt ihr Angst vorm Scheitern?

Sascha: Wir hatten ja eine lange Zeit keinen Erfolg ...

Andreas Becker: Neun Jahre lang gestolpert!

Sascha: Wir kennen das sehr, sehr gut. Wir sind nicht nur gestolpert. Teilweise sind wir gestolpert, wieder aufgestanden und haben uns wieder auf die Nase gelegt. Daher ist das nichts Neues für uns. Wie das Leben so ist, man kann nie wissen, was passiert. Ich finde es ganz wichtig, dass man vorbereitet ist. Und nicht durchs Leben geht: Mir kann nichts passieren, ich bin der Geilste. Durch unsere Geschichte sind wir sehr geerdet. Und wir wissen, dass es ein Geschenk ist, was wir erleben dürfen.

Bisher war der Song 'Still' euer größter Hit. Das war das meistgespielte Lied im Radio 2011. Spielt ihr 'Still' eigentlich noch gerne?

Andreas: Ja, auf jeden Fall. Ich mache jetzt nicht Zuhause die CD rein und höre mir nur 'Still' an, aber den Song live zu spielen hat noch nie genervt oder gelangweilt.

Sascha: Es gibt ja auch Songs, die haben wir viel öfter gespielt. Wir spielen ja noch immer Lieder vom ersten Album.

Ihr habt euch nach dem Detektiv Jupiter Jones - im deutschen Justus Jonas – von 'Die drei ???' benannt. Wie kam es?

Andreas: Wir sind große Fans von 'Die drei ???'. Wir hören das größtenteils noch zum Einschlafen oder Autofahren. Wir sind wirklich große Fans. Wir durften auch schon Oliver Rohrbeck mehrmals kennen lernen. Super Typ! Es gibt ja viele Bands, die so nach zehn Jahren Bandgeschichte denken, vielleicht hätten wir uns damals einen anderen Namen überlegen sollen. Das haben wir bis jetzt noch nicht gemacht.

Sascha: Justus Jonas klingt ja doof.

Und ein anderer Name kommt nicht in Frage?

Andreas: Nein, Peter Shaw klingt auch nicht so toll!

Lesen Sie auf Seite 2: Jupiter Jones sprechen über die Eifel, Facebook, Nervennahrung und Gewichtszunahme während der Studio-Zeit.

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