Jürgen Domian: Bald Schluss mit der Nachtschicht

Jürgen Domian moderierte zwanzig Jahre lang die gleichnamige Kult-Show
Jürgen Domian will keine Nachtschichten mehr schieben © dpa, Oliver Berg

Nach 20 Jahren hat Kult-Talker Jürgen Domian langsam genug von den Nachtschichten. Im Interview mit der 'Bild'-Zeitung verkündet der 57-Jährige deswegen nun das Aus für seine Show 'Domian'."Mehr als 20.000 Telefoninterviews sind eine gute Grundlage für andere berufliche Aufgaben." Ende 2016 will Domian dann endgültig in Rente gehen. "Ich habe Lust, mal wieder öfter die Morgensonne zu sehen", erzählt er weiter.

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Lust auf die Morgensonne

Er freue sich nun darauf, sich seine Nächte nicht mehr um die Ohren schlagen zu müssen. Und auch der WDR nahm die Entscheidung des Kult-Moderators an: "Wir respektieren die Entscheidung von Jürgen Domian. Nach 20 Jahren Nachtarbeit ist so ein Entschluss mehr als verständlich", ließ der Sender gegenüber der 'Bild'-Zeitung wissen.

Am 3. April 1995 hatte der Journalist zum ersten Mal nachts getalkt, davor war er noch im Nachmittagsprogramm bei WDR 1 zu hören. Ab 1993 moderierte er die Sendung 'Die heiße Nummer', die immer freitags von 15 Uhr bis 16 Uhr lief. Schon damals konnten ihn - wie bei 'Domian' - Menschen anrufen, um über ihre Probleme zu sprechen. Allerdings musste es der frühen Sendezeit wegen noch jugendfrei zugehen! 

Auf Domian warten indes sicherlich viele neue Abenteuer - immerhin begnügte sich der Star nie damit, einfach nur zu talken: Er engagierte sich politisch und sozial und wurde dafür im Januar 2003 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Außerdem schrieb er Bücher, zuletzt veröffentlichte er im September 2014 'Richtig leben: … und dann tu, was du willst': Ein Buch, in dem sich Jürgen Domian der Frage "Wie geht erfülltes Leben?" widmet - Grundlage dafür waren seine über 20.000 nächtlichen Gespräche.

Bildquelle: dpa

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