Judith Holofernes: So viel gesellschaftlicher Druck

Judith Holofernes
Judith Holofernes © Cover Media

Judith Holofernes (37) beschwerte sich, dass heutzutage zu viel Druck herrscht.

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Alle machen sich fertig

Die ehemalige Sängerin der Band Wir sind Helden ('Denkmal') ist sich sicher, dass sich die Menschen einfach viel zu sehr verrückt machen und befand im Gespräch mit 'Nido': "Unsere Generation macht sich so einen Druck auf allen Ebenen, ist so unsicher und krampfig und deshalb auch so fertig mit den Nerven." Vor allem die Damenwelt sollte lernen, sich mal zurückzulehnen und zu entspannen. Perfektionismus werde laut der Mutter eines sieben Jahre alten Jungen und einer vierjährigen Tochter überbewertet. "Frauen müssten sich erlauben, Sachen auch mal nicht 150-prozentig zu machen. Finde mal eine Frau, die sagt: 'Ich bin eine ganz okaye Mutter.'"

Die Zweifach-Mama, die ihre Kinder gemeinsam mit ihrem ehemaligen Bandkollegen Sebastian Roy erzieht, steht auch selbst dazu, nicht vollkommen zu sein. Einen Schwangerschafts-Glow hatte sie jedenfalls nicht und Kinder zu bekommen war für sie überhaupt kein Zuckerschlecken - anders als es viele Hollywood-Ladys aussehen lassen wollen. "Wir sollen in der Schwangerschaft strahlend und rosig aussehen. Keiner will hören, dass wir uns in Wirklichkeit alle 20 Minuten übergeben müssen", beklagte sich Holofernes im Gespräch mit 'Vogue'. Schwanger zu sein sei für viele eben nicht die schönste Erfahrung des Lebens. "Die meisten Frauen mit kleinen Kindern - mich eingeschlossen - erleben ziemlich dunkle Episoden." So seien sie "dauernd müde, stoßen an ihre Grenzen, einige kriegen sogar Depressionen." Vielleicht trägt die Ehrlichkeit von Judith Holofernes ja ein bisschen dazu bei, dass junge Mütter sich nicht noch zusätzlich den Stress antun, nach außen hin perfekt sein zu wollen.

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