Judith Hildebrandt: "Zur Not spiele ich die dicke Ulknudel"

Judith Hildebrandt: "Zur Not spiele ich die dicke Ulknudel"
Tanja Hildebrandt in ihrer Heimatstadt München bei "Movie meets Media" © ddp images

Gegen Nino de Angelo (51, "Meine Soldaten") und Wilfried Gliem (68, "Da sprach der alte Häuptling der Indianer") hatte Schauspielerin und Sängerin Judith Hildebrandt (38, "Für mich bist du die Welt") keine Chance. Nach dem Zuschauer-Voting musste sie am Sonntag das "Promi Big Brother"-Haus verlassen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät die Ex-"Sturm der Liebe"-Darstellerin jetzt, wer ihrer Meinung nach das Rennen macht und was sie an ihrer Freiheit am meisten genießt.

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Das kommt nach "PBB"

Nach Daniel Köllerer und Michael Ammer hat es jetzt Sie getroffen. Wären Sie gern noch länger im "Promi Big Brother"-Haus geblieben?

Judith Hildebrandt: Ich wäre gerne noch länger geblieben - egal, ob im Keller oder im oberen Bereich. Oben war das Leben ja ein Traum. Du hast keinen Stress, kein Handy, nichts. Du leidest zwar unter Schlafentzug und es gibt einige andere Widrigkeiten, aber so ist das Leben ja immer; prinzipiell hast du da oben ja so eine Ruhe. Diese Ruhe genießen zu können, wenn man weiß, dass es da unten Menschen gibt, denen es alles andere als gut geht, ist nicht leicht. Deswegen war ich um den Wechsel ganz froh. Das erste, was ich gesagt habe, war: ,Hey Keller, ich habe dich vermisst'. Ich war gerne im Keller.


Auch wenn Sie sich wohlgefühlt haben: Gibt es etwas, worauf Sie sich nach ihrem Auszug jetzt freuen?

Hildebrandt: Ich freue mich riesig darauf, meinen Sohn wiederzusehen und meine große Liebe. Eigentlich habe ich alles, was ich brauche. Ich bin sehr beschenkt und habe die beiden vermisst. Anfangs habe ich das bei Seite geschoben, weil ich wusste, dass Noah in guten Händen ist. Als dann aber die erste persönliche Nachricht gekommen ist, war es schon schwer. Am Tag danach habe ich gemerkt, dass ich sie vermisse. Sonst kann man das auch einfach mal in den Hintergrund schieben, wenn man weiß, dass es nur zwei Wochen sind.


Was ist Ihr Fazit zu "Promi Big Brother"? Hat es sich gelohnt?

Hildebrandt: Ich bin heilfroh, dass ich das gemacht habe. Ich kann jetzt mal sehen, wie ich nach außen wirke. Sonst kann ich ja immer nur von meinem Grundgefühl, der Stimmung und meiner Absicht ausgehen. Wie aber das rüberkommt, was man sagt und macht, das weiß man nie. Ich kann jetzt auch verstehen, warum andere manchmal von mir genervt sind. Ich verstehe, dass mein Rumgewusele manchmal nervig ist, vor allem auf so engem Raum. Es fällt mir jetzt leichter, mich zurückzunehmen und vom Gas zu gehen - ohne dabei aufzugeben, wer ich bin - und einfach aus Rücksicht vielleicht manchmal lieber innerlich zu tanzen.


Sie wurden als 'Container-Mutti' bezeichnet. Haben Sie sich selbst auch so gesehen?

Hildebrandt: So wie ich in der Sendung rüberkomme ist es natürlich überspitzt. Ich habe ja nicht die ganze Zeit nur geputzt, aber ich bin schon vom Wesen her so. Wenn ich Menschen um mich habe, möchte ich, dass es denen gut geht. Das können auch wildfremde Leute sein. Ich habe einfach das Bedürfnis, dass es allen gut geht und sie versorgt sind. Es ging vielen ja gar nicht gut im Haus und das sehe und spüre ich. Ich versuche dann, sie abzulenken oder aus ihrem Loch rauszuholen, damit es nicht in eine Richtung kippt, in die es jetzt gerade ein bisschen geht. Da wird dann der Druck an anderen ausgelassen. Das versuche ich zu vermeiden.


Ist Ihnen jemand im Haus ans Herz gewachsen?

Hildebrandt: Willi ist mir in den letzten Tagen wirklich nah geworden. Er hat ein sehr großes Herz und hat mir gut getan. Er war der Ruhepol im Haus und der einzige, der nie über jemanden gesprochen hat, der nicht anwesend war. Er hat nie negative Seiten an anderen aufgezeigt. Da teilt er meine Einstellung: Wenn dich etwas an jemandem stört, dann behalte es entweder für dich, oder teile es direkt dieser Person mit. Suche lieber die positiven Seiten der Menschen. Es gab wirklich niemanden, mit dem ich nicht klar kam.


Wer hat Ihrer Meinung nach das Zeug dazu, bis zum Ende dabei zu bleiben?

Hildebrandt: Ich bin mir ziemlich sicher, dass David es ins Finale schafft. Menowin wird bestimmt auch dabei sein. Er ist eine gute Mischung: nicht nur ein Entertainer, sondern auch ein interessanter Bewohner. Er spricht über andere, das ist für die Zuschauer immer interessant. Er kann streiten, lästern und trösten, dann trällert er immer wieder mal und entertaint alle. Ich könnte mir gut vorstellen, dass David und Menowin im Finale landen, vielleicht aber auch Désirée. David würde ich den Sieg gönnen. Er hat von allen am meisten Haltung bewahrt, immer motiviert und geholfen. Ich finde auch, dass er sehr authentisch gewirkt hat in all den Tagen.


Was planen Sie jetzt? Wie geht es nach "Promi Big Brother" weiter?

Hildebrandt: Jetzt genieße ich mein Leben noch mehr. Ich freue mich, mir keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen, ob meine Haare jetzt gut sind oder nicht. Diese Hektik und diesen Stress werde ich nicht vermissen. Ich werde einfach wieder Mama sein und mich um mein Kind kümmern. Selbstverständlich freue ich mich, wenn Angebote kommen. Ich sage jetzt aber nicht, 'Jetzt lege ich so richtig los'. Ich habe meinen Beruf 20 Jahre lang mit Leidenschaft ausgeführt und ich glaube, selbst wenn ich in fünf Jahren sage, dass ich wieder einsteigen will, dann finde ich einen Weg. Zur Not spiele ich dann die dicke Ulknudel in irgendeiner Serie.



spot on news

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