. Juan Carlos I.: Ein Weinglas soll im Vaterschaftsstreit beweisen, dass Alberto Solà Jiménez sein Sohn ist

Juan Carlos: Deckt ein Weinglas die Vaterschaft zu seinem unehelichen Sohn auf?
DNA-Test soll Juan Carlos' Vaterschaft beweisen

Unehelicher Sohn? DNA-Test soll Juan Carlos' Vaterschaft beweisen

Schon seit Jahren kämpft Alberto Solà Jiménez vergeblich um sein Recht. Er ist überzeugt davon, der uneheliche Sohn von Spaniens Ex-König Juan Carlos zu sein. Immer wieder klagte er juristisch einen Vaterschaftstest ein - bislang vergeblich. Jetzt, wenige Monate nach Abdankung des 76-Jährigen, stehen seine Chancen besser: Denn Juan Carlos hat nicht nur seine Immunität verloren. Nein! Der angeblich uneheliche Sohn will sogar das perfekte Beweismittel haben, das ihm ausgerechnet ein Ex-Geheimagent zugespielt haben soll.

"Es handelt sich dabei um eine Speichelprobe an einem Weinglas, aus dem Juan Carlos getrunken hat. Wir haben diese Probe in ein Labor geschickt und testen lassen. Die Proben von Alberto Solá und Juan Carlos stimmen zu 99,99 Prozent überein. Das bedeutet, es handelt sich um Vater und Sohn", erklärt Francesc Bueno Celdrán, der Anwalt von Alberto Solà Jiménez, im Interview mit RTL.

Der Palast hält sich bislang zwar bedeckt, scheint die Klage aber doch ernst zu nehmen. Zumindest würde das erklären, warum die Regierung erst kürzlich juristische Sonderrechte für den Ex-König beschloss. Möglicherweise aus Angst, Alberto Solà könnte als Erstgeborener Anspruch auf die Krone erheben.

Doch darum geht es dem 58-Jährigen bei weitem nicht: "Ich will nicht König sein. Zuallererst wegen Felipe. Ihn trifft keine Schuld. Zweitens, ich bin auf sowas nicht vorbereitet und drittens komme ich aus einem ganz anderen Umfeld." Auch wenn er nicht auf den Thron will, könnte er zumindest auf einen Teil vom Erbe bestehen. Juan Carlos soll schließlich eine Milliarde Euro schwer sein. Eine stolze Summe! Aber der Kellner will nur eins: endlich Gewissheit - und die Akzeptanz seines Vaters.

Über 80 Briefe soll er seinem vermeintlichen Vater bislang geschickt haben. Auf eine Antwort wartet er bis heute. "Früher hab ich davon geträumt, wie es sein würde, ihn zu treffen oder meine Mutter. Das ist auch normal. Heute wünsche ich mir einfach nur, dass er einmal mit mir spricht und dass er mir all meine Fragen beantwortet. Ich habe seit Jahren so viele Fragen über mich", erklärt Alberto Solà Jiménez.

Seine Mutter hatte ihn damals zur Welt gebracht, als sie selbst noch ein ganz junges Mädchen war. Juan Carlos soll ein Teenager gewesen sein. Ein Kind in diesem Alter zu bekommen, sei "ein Tabu, ein Skandal" gewesen, so Jiménez. Aus diesem Grund kam er in ein Kinderheim - mit knapp acht Jahren dann schließlich zu einer armen Bauernfamilie, die ihn adoptierte. Erst Jahre später begann er, nach seinen Wurzeln zu suchen.

Ob er mit seiner mittlerweile dritten Vaterschaftsklage Glück hat, wird jetzt vom Obersten Spanischen Gerichtshof geprüft, denn nur der kann den abgedankten König zur Rechenschaft ziehen. Wann eine Entscheidung fällt, ist derzeit noch unklar.

Bildquelle: dpa / RTL

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