Joss Whedon: Director's Cut? Nichts für mich!

Joss Whedon: Director's Cut? Nichts für mich!
Joss Whedon © Cover Media

Joss Whedon (51) kann es nicht ausstehen, an einem Film herumzuschneiden.

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Er macht es allen recht

Viele Regisseure müssen in Zusammenarbeit mit einem Filmstudio ihre Version des Projektes kürzen, um es den Geldgebern recht zu machen. Joss Whedon setzt bei seinen Produktionen allerdings alles daran, um sich mit dem Studio zu verständigen und Kompromisse zu schließen.

"Mich hat es nie interessiert, von irgendwas einen Director's Cut zu machen. Ich mache immer den Film mit einem Studio, den wir alle wollen", erklärte der Filmemacher ('Marvel's The Avengers') im Interview mit 'Collider'.

Zuletzt brachte Joss den Sci-Fi-Actionfilm 'Avengers: Age of Ultron' auf die große Leinwand und auch bei diesem Streifen braucht niemand auf einen sogenannten Director's Cut hoffen. "Ich glaube nicht, dass da momentan Interesse besteht. Auf der DVD gibt's viel Zeug in den Extras und das sollte da auch hin. Aber die Geschichte an sich hat sich fast komplett so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Und ich glaube nicht, dass ich da ständig dran herumdoktern muss."

Als Künstler möchte Joss Whedon übrigens originell sein, weshalb er - sowohl in der Film- als auch Musikindustrie - den Trend, Altes neu zu verarbeiten, nicht versteht.

"Den allerersten Remix hörte ich mit 13 im Radio", erinnerte sich der Regisseur. "Ich hörte, dass ein Song neu gemischt worden war und das irritierte mich so sehr, dass ich das Radio ausschaltete und es seither nie wieder angemacht habe - ohne Witz! Das stimmt tatsächlich. Ich dachte einfach 'Wartet mal - das war schon ein Song. Das kann man doch nicht machen!'. Unsere gesamte Kultur besteht daraus - ich mag das aber nicht. Wenn ich eine Geschichte erzählen, soll es eine Geschichte sein, die ich mir selbst ausgedacht habe."

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