Joko und Klaas: Starkes Statement gegen Fremdenhass

Joko und Klaas beziehen klar Position gegen Fremdenhass.
Joko und Klaas beziehen klar Position gegen Fremdenhass. © dpa, Marius Becker

Oft genug zeigt das Internet in den letzten Wochen und Monaten seine hässliche Fratze: Rechtsextreme und Rassisten verbreiten auf Facebook ihre Hassbotschaften. Daran werden bedauerlicherweise auch Joko Winterscheidt (36) und Klaas Heufer-Umlauf (31) alleine nichts ändern können, genauso wenig wie an den widerlichen Angriffen auf Wohnheime in ganz Deutschland. Trotzdem gelang den beiden mit einer Videobotschaft Bemerkenswertes: Die beiden TV-Spaßvögel setzten mit ihrem knapp vier Minuten langen Clip ein starkes Statements gegen Fremdenhass und bekamen dafür tausendfachen Zuspruch.

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"Entfolgt uns bei Twitter"

"Nennt euch wie ihr wollt [...] ihr bleibt erbärmliche Trottel, die sich auf Kosten der Ärmsten der Armen profilieren wollen", sagt Klaas in Richtung der hetzenden Meute. "Denkt nicht, dass ihr die Mehrheit seid. [...] Ihr seid die Dummheit. Das schwächste Glied in der Kette. Die Peinlichkeit, die eine Demokratie, eine Fernsehshow oder eine Facebook-Seite wohl leider ertragen muss. [...] Ihr werdet auch weiterhin Dummheit mit Meinungsfreiheit verwechseln." Seine Kollege Joko prophezeit: "Früher oder später wird euer Zwergenaufstand abgeblasen."

Die beiden schließen mit der Aufforderung: "Entfolgt uns bei Twitter, entfreundet uns bei Facebook. Überzieht uns mit einem Shitstorm. Boykottiert unsere Shows und schreibt, wie unlustig wir sind oder schon immer waren. Denn keine Fernsehquote, kein Shitstorm kann jemals so schlimm sein, wie der Applaus von Leuten, die auch dann laut klatschen, wenn ein Flüchtlingsboot mit 800 Menschen im Mittelmeer versinkt."

 

Innerhalb von nur zwei Stunden wurde das Video tausendfach geteilt. Unter den Kommentaren auf Facebook finden sich fast ausschließlich Worte des Danks und des Zuspruchs. Auf Twitter wurde der Clip der beiden ProSieben-Aushängeschilder von fast allen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern geteilt. Bleibt zu hoffen, dass sich das Video nicht nur weiter so schnell verbreitet, sondern vor allem seine Botschaft gehört wird.

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