Johnny Depp und Amber Heard: Der Rosenkrieg im Überblick

Johnny Depp und Amber Heard: Der Rosenkrieg im Überblick
Im Januar traten Amber Heard und Johnny Depp noch als glückliches Paar auf © Jaguar PS / Shutterstock.com

Es könnte die größte Schlammschlacht werden, die Hollywood je gesehen hat. Seit die Scheidung von Johnny Depp (52, "Alice im Wunderland") und Amber Heard (30, "The Danish Girl") öffentlich wurde, nehmen die pikanten Vorwürfe kein Ende. Doch was stimmt wirklich? Ist Depp ein mieser Schläger oder geht es am Ende doch nur ums Geld? Der bisherige Rosenkrieg im Überblick:

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Wer ist Täter, wer Opfer?

Die schlimmen Vorwürfe

Ausgangspunkt sind Anschuldigungen von Heard. Sie hat ihren Noch-Ehemann wegen häuslicher Gewalt angezeigt. Laut ihren Anwälten soll Depp sie während der 15-monatigen Ehe "physisch und psychisch" missbraucht haben. Der vermeintliche Höhepunkt: Am 21. Mai habe er sie angeblich mit einem iPhone ins Gesicht geschlagen. Wenige Tage später trat die 30-Jährige mit blauen Flecken im Gesicht vor Gericht und erstritt eine einstweilige Verfügung. Doch schnell gab es erste Zweifel.


Ausgerechnet die Polizei widersprach Heards Schilderungen. Denn die Beamten, die nach dem besagten iPhone-Streit vor Ort waren, konnten laut "TMZ" keine sichtbaren Verletzungen feststellen. Auch die anwesenden Bodyguards stellen sich auf die Seite von Depp. Ihrer Meinung nach sei es eher Heard, die ein Aggressions-Problem habe. Es könnte sein, dass sich die Blessuren erst nach einiger Zeit bildeten. Es wäre aber auch möglich, alles nur herzloses Kalkül ist.


Will Heard nur Geld abgreifen?

Denn eins steht fest: Aus finanzieller Sicht sind die Gewaltvorwürfe für Heard eher Segen als Schaden. Satte 50.000 US-Dollar fordert die Schauspielerin pro Monat von ihrem Gatten. Zudem Schutz für ihren Hund Pistol, alleinigen Zugriff auf die gemeinsame Wohnung in L.A. sowie einen Range Rover. Damit lässt es sich gut leben. Vor allem wenn man bedenkt, dass Heards eigenes Einkommen für Hollywood-Verhältnisse nicht gerade üppig ist: Nach allen Abzügen soll sie laut "Us Weekly" im letzten Jahr insgesamt nur knapp 51.000 US-Dollar mit nach Hause gebracht haben.


Aus den Gerichtsunterlagen gehe demnach hervor, dass sie zwar über 250.000 US-Dollar verdient habe, doch dem gegenüber auch etliche Ausgaben zu verbuchen habe. Da wären zum Beispiel 10.000 Dollar Miete, je 2.000 Dollar für Lebensmittel, Abendessen außer Haus und Kleidung. Zudem rund 20.000 Dollar für Urlaube sowie ihren Agenten und die Pflege ihrer Hunde. Johnny Depps Vermögen wird dagegen auf rund 400 Millionen US-Dollar geschätzt. Geht es also nur ums Geld?


"Eine Heldin"

Doug Stanhope, ein guter Freund von Depp, geht sogar einen Schritt weiter. In einer Gast-Kolumne bei "The Wrap" beschuldigte er die Schauspielerin sogar der Erpressung. Sie habe "gedroht, öffentlich über ihn zu lügen, wenn er ihren Bedingungen nicht zustimme." Diese Anschuldigung wurde aber als "absolut und zweifelsfrei falsch" zurückgewiesen. Amber Heards Anwälte bezeichnen ihre Klientin in einem neuen Statement als "Heldin". Sie sei hier das Opfer und habe endlich den Mut aufgebracht, sich gegen die jahrelangen Demütigungen zu wehren.


Die Schauspielerin wollte demnach die Prügelvorwürfe privat behandeln und verhindern, dass diese ans Licht kommen. Depp sei zudem vorab über das Einreichen der Scheidung informiert worden. Es kursierten Gerüchte, er habe davon bei der Premiere von "Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" erfahren. Sein Team habe die Presse aber informiert und die Medien begannen umgehend, Heards Charakter in Frage zu stellen. Ihre Motive seien keineswegs von Geldinteressen geprägt. "Amber ist mutig und finanziell unabhängig. [...] Amber ist eine Heldin", beteuern ihre Anwälte.


Wann äußert sich Depp?

Laute Kritik kommt aber dennoch von einer, die es eigentlich wissen müsste: Vanessa Paradis (43). Sie war von 1998 bis 2012 mit Depp liiert, sie haben zwei gemeinsame Kinder. "Ich glaube [...] dass die jüngsten Anschuldigungen ungeheuerlich sind. In all den Jahren, in denen ich Johnny kenne, wurde er mir gegenüber nie körperlich ausfällig", verteidigte sie ihren Ex. Auch Lori Anne Allison (58), die erste Frau des "Fluch der Karibik"-Stars, stellt sich hinter ihn.


Der einzige, der sich noch nicht öffentlich zu der Schlammschlacht geäußert hat, ist Depp selbst. Er tourt mit seiner Band Hollywood Vampires derzeit durch Europa. Nach Informationen des "Daily Star" soll er aber gegen den Rat seiner Anwälte ein TV-Interview planen, in dem er zu den Vorwürfen Stellung beziehen will. Ob es dazu kommt, wird sich zeigen. Ein Ende des Scheidungskrieges ist jedenfalls noch nicht in Sicht.



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