Johnny Depp soll pleite sein: Der tiefe Fall des Hollywood-Stars

Johnny Depp: Hat er all sein Geld verprasst?
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Vom Held zum Kassengift

Wie kann es sein, dass Johnny Depp noch keinen Oscar gewonnen hat? Diese Frage beschäftigte ganz Hollywood über Jahrzehnte hinweg. Doch ist es bald schon zehn Jahre her, dass diesem Anliegen mit einer Oscar-Nominierung für das düstere Musical "Sweeney Todd" öffentlich Nachdruck verliehen wurde - bei der Depp abermals leer ausging. Seither sammelt der Schauspieler, der als Opfer des berühmten Kino-Scheusals Freddy Krueger 1984 seine steile Karriere begann, in erster Linie Negativ-Auszeichnungen, Skandale und Eskapaden.

Pleitegeier statt Multimillionär

Der neueste Aufreger: Aufgrund eines schier maßlosen Lebensstils soll er den Großteil seines Vermögens verschleudert haben. Was die meisten Menschen in ihrem gesamten Leben nicht ausgeben, geschweige denn besitzen, soll Depp in wenigen Tagen verprassen: Unfassbare zwei Millionen Dollar pro Monat soll der Schauspieler ausgeben - und das seit nunmehr 20 Jahren! So berichtet es zumindest das US-Magazin "People". Sollten die Zahlen wirklich stimmen, hätte Depp in diesem Zeitraum fast eine halbe Milliarde Dollar durchgebracht. In dieser Geschwindigkeit ist selbst der prallste Geldspeicher schnell geleert...

Goldene Himbeeren statt Oscars

Statt zum gefeierten Helden ernannte man Depp in der Traumfabrik zuletzt zu einer Witzfigur, die ihrem Nachnamen alle Ehre macht. Alleine in dem kurzen Zeitraum von 2014 bis 2017 kürte man ihn mit fünf Goldenen Himbeeren, etwa für Rollen in Kassengift-Streifen wie "Lone Ranger" oder "Mortdecai". Wie ein Teufelskreis mutet seither sein Werdegang an. Die ausbleibenden Erfolge sorgten dafür, dass Depp immer abstruseren Filmen zusagte. Und weil diese wenig überraschend ebenfalls floppten, sank sein Hollywood-Stern binnen weniger Jahre ins Bodenlose.

Den zweifellosen Tiefpunkt stellte die zweifache Kooperation mit Regisseur Kevin Smith dar: 2014 im schier grauenvollen Horror-Film "Tusk" und zwei Jahre später in "Yoga Hosers". Smith selbst kämpft seit vielen Jahren darum, an die Erfolge seiner frühen Indie-Klassiker wie "Clerks" oder "Dogma" anzuknüpfen. Mit Johnny Depp fand er zwar einen Bruder im Geiste, zurück zu altem Ruhm wollte es sie jedoch beide nicht spülen.

Da half es auch nicht, dass Depp in Filmen wie "Transcendence" zuletzt ganz offensichtlich jede Lust daran verloren zu haben schien, seinen fürstlichen Lohnscheck mit schauspielerischem Engagement zu rechtfertigen. Nur eine Konstante begleitet den Schauspieler seit 2003: die "Fluch der Karibik"-Reihe. Depp ist für die erfolgreiche Disney-Produktion als einziger Schauspieler unverzichtbar. Doch auch auf diesen Zuschauermagneten soll der Mime bereits einen negativen Einfluss gehabt haben. So wurde Teil fünf, der eigentlich im Sommer 2015 in die Kinos kommen sollte, wegen des Misserfolgs von "Lone Ranger" auf Mitte 2017 verschoben.

Rosenkrieg statt Liebesglück

Als wäre das alles noch nicht rufschädigend genug, folgte ein erbitterter Rosenkrieg mit seiner inzwischen Ex-Frau Amber Heard, der nur von der Schlammschlacht zwischen Brad Pitt und Angelina Jolie in den Schatten gestellt wurde. Über mehrere Wochen zog sich die Fehde durch alle Gazetten der Welt und förderte schreckliche Behauptungen an den Tag: er soll Heard mehrfach geschlagen haben. Bei der Einigung vor Gericht wurden ihr schließlich sieben Millionen Dollar zugesprochen, heißt es.

Als er noch mit der Musikerin Vanessa Paradis liiert war (1998 bis 2012), hörte man nicht die Spur von derartigen Anschuldigungen. Zwar seien die letzten Jahre etwas "holprig" gewesen, wie Depp 2013 laut der Seite "Us Weekly" verriet. Nicht zuletzt wegen der beiden gemeinsamen Kinder begegnet man sich aber auch heute noch sehr freundschaftlich und vertraut.

Rum statt Ruhm?

Immer wieder wurde im Zuge der Trennung von Heard auch die Anschuldigung laut, Depp sei der Ruhm zu Kopf gestiegen und er würde zu heftigem Alkohol- und Drogenkonsum neigen. Dass er lange bevor er Vater wurde mit einem Alkohol-Problem zu kämpfen hatte, gab Depp in einem Interview mit dem Magazin "Rolling Stone" aus dem Jahr 2008 unumwunden zu. Doch dieser eigentlich besiegt geglaubte Dämon könnte ihn und sein Handeln inzwischen wieder fest im Griff haben. Dass seine Fans aber unisono hinter ihm stehen, zeigte zuletzt der Ehren-Preis bei den People's Choice Awards. Bleibt zu hoffen, dass er diese Würdigung als Anlass sieht, in Zukunft wieder mit positiven Meldungen für Schlagzeilen zu sorgen.

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