John Legend prangert das US-Haftsystem an

John Legend (36) setzt sich gegen die hohe Inhaftierungsrate in den USA ein.

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"Ein ernsthaftes Problem"

Der R'n'B-Musiker ('Glory') machte schon zu vergangenen Gelegenheiten öffentlich auf die Probleme des amerikanischen Haftsystems aufmerksam und hat jetzt sogar den nächsten Schritt gewagt. Im Rahmen seiner neuen Kampagne 'FREE AMERICA' hofft er, der Masseninhaftierung in seiner Heimat ein Ende zu bereiten.

"Was Inhaftierung angeht, haben wir ein ernsthaftes Problem in diesem Land", erklärte John im Gespräch mit der 'Associated Press'. "[Dieses Problem] zerstört Familien, Gemeinschaften. Wir sind das weg gesperrteste Land dieser Welt und wenn man mal tiefer schaut und die Gründe betrachtet, aus denen wir hier angekommen sind, dann merkt man, dass wir als Gesellschaft politische, legislative und kulturelle Entscheidungen getroffen haben, um auf gewisse Art mit Armut und psychischen Störungen umzugehen - und diese Art umfasst normalerweise Inhaftierung."

Weiter betonte der Star, wie wichtig dieses Anliegen für ihn sei. "Ich versuche einfach, mehr Aufmerksamkeit auf dieses Problem zu lenken und gesetzlich wirklich etwas zu ändern."

Grund zur Freude hat John Legend übrigens auch hinsichtlich der "Proposition 47", die Ende 2014 in Kalifornien in Kraft trat und eine Anzahl von gewaltlosen Straftaten auf Ordnungswidrigkeiten herab stufte. Dies bedeutet nämlich, dass weniger Leute für geringfügige Vergehen hinter Gitter wandern.

"Sobald man eine Straftat unter seinem Namen stehen hat, ist es schwer, irgendwas zustande zu bringen", gab der Sänger zu bedenken. "Die Abstufung zur Ordnungswidrigkeit so mancher bisherigen Straftat hat viele Leben beeinflusst und wir hoffen, noch weitere Kampagnen wie diese im Land starten zu können."

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