John Cleese: "Wäre ich bloß strenger gewesen!"

John Cleese
John Cleese © Cover Media

John Cleese (75) wünscht sich, bei seinem Erziehungsstil mehr Disziplin an den Tag gelegt zu haben.

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Nicht autoritär genug

Der Schauspieler ('Ein Fisch namens Wanda') ist Vater zweier Töchter, Cynthia (43) und Camilla (30), und obwohl er stolz auf die beiden ist, glaubt er, nicht streng genug mit ihnen gewesen zu sein. "Ich vermute, ich habe da was falsch gemacht; ich war nicht autoritär genug", sinnierte John im Interview mit der britischen Zeitung 'The Sun'. "Es wäre besser für sie gewesen, wenn ich zu manchen Gelegenheiten strenger gewesen wäre und das Risiko, mich unbeliebt zu machen, eingegangen wäre."

Camilla ist ihrem Vater übrigens in die Comedy-Branche gefolgt, was auch die Gespräche zwischen dem Briten und seiner Tochter beeinflusst. "Meine Tochter und ich haben unterschiedliche Ansichten, wenn es um den Umgang mit einem ignoranten Publikum geht", gab der 'Monty Python'-Star zu. "Wenn sie in Los Angeles auf die Bühne tritt, um Stand-Up zu machen, dann muss sie Witze über Essstörungen, Drogen, Sex, Promis, Sport und Fernsehen machen. Wenn sie auf ein geschichtliches Ereignis Bezug nimmt, dann hat keiner Ahnung, wovon sie spricht. Das heißt, dass sie während ihres Programms nur eingeschränkt Bezug nehmen kann. Ich versuche, sie dazu zu ermutigen, etwas risikofreudiger zu sein."

Die Ignoranz zahlreicher Zuschauer sei auch einer der Gründe, warum er keine Filme mehr drehe. "Die Filme, die Erfolg haben, zielen auf 19-jährige amerikanische Jungs ab und ich bin nicht daran interessiert, die zu unterhalten. Sie haben von nichts Ahnung; man kann nur über eingeschränkte Themen Witze machen", seufzte John Cleese.

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