Johannes Oerding: Nennt mich Johnny Controlletti

Johannes Oerding
Johannes Oerding © Cover Media

Johannes Oerding (33) gestand, ein Kontrollfreak zu sein.

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Alles unter Kontrolle

Mit seinen drei Alben 'Erste Wahl, 'Boxer' und 'Für immer ab jetzt' konnte sich der Sänger ('Die Tage werden anders sein') in der deutschen Musikszene etablieren. Jede Platte verkaufte sich besser als ihr Vorgänger. Heute erscheint nun das vierte Album 'Alles brennt' des Songwriters.

Seinen Erfolg verdient der gebürtige Münsteraner seiner harten Arbeit und seinem Perfektionismus. "Man nennt mich nicht ohne Grund Johnny Controlletti", verriet er im 'B.Z.'-Interview lachend. Ist Oerding also ein Kontrollfreak? "Ja, das bin ich. Das ist eine Eigenschaft, die natürlich sehr anstrengend ist, die aber auch dafür sorgt, dass ich da bin, wo ich jetzt bin. Ich möchte über alles Bescheid wissen und alles absegnen. Mich nervt unfassbar, wenn andere Leute etwas für mich entscheiden und das dann falsch ist", erklärte er weiter.

Als Perfektionist tut es dem Musiker umso mehr weh, wenn er für seine Songs Kritik einstecken muss - vor allem wenn sie von seiner Lebenspartnerin Ina Müller (49, 'Das wär dein Lied gewesen') kommt. Meist ist Oerding dann erst einmal "hochgradig beleidigt", bevor er nach zwei Tagen nachdenken oftmals einräumen muss, dass seine Liebste doch recht hatte.

Auch mit öffentlicher Kritik umzugehen, fällt dem Wahlhamburger nicht immer leicht. Sein Song 'Das zweite Gesicht' handelt genau davon, wie er in einem Gespräch mit dem 'Hamburger Abendblatt' erzählte: "In dem Lied geht es darum, was man so hört und liest. Da kotzt man nicht selten, ob es nun Zeitungskritiken sind oder Facebook-Trolle. Man lernt damit zu leben, aber das Herz sagt einem doch: Da ist einer, der hasst dich. Und ich bin Künstler, ich möchte geliebt werden, bin harmoniebedürftig. Klar müssen meine Lieder nicht jedem gefallen, aber wenn man persönlich angegriffen wird, fragt man sich warum."

Die Kritiken an der Musik von Johannes Oerding dürften sich angesichts der Verkaufszahlen und der großen Fangemeinde allerdings in Grenzen halten.

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