Jörg Kachelmann - Freispruch

Gibt es ein TV-Comeback?

Der Freispruch im Prozess gegen Jörg Kachelmann ist nicht zufriedenstellend, weil er aus Mangel an Beweisen gesprochen wurde: Journalisten bleiben mit Fragen zurück und für den Wettermoderator wird ein Comeback schwierig.

Das Publikum jubelte, die Ex-Geliebte weinte und die Verteidigung reagierte erleichtert. Nur Kachelmann selbst zeigte kaum eine Regung, als der Richter im Mannheimer Gerichtssaal die entscheidenden Sätze sagte: "Der Angeklagte Jörg Kachelmann wird freigesprochen." Danach dauerte die Urteilsbegründung 47 Minuten.

Am Ende war es kein klarer Freispruch, sondern einer aus Mangel an Beweisen. Für die anwesenden Journalisten ist das Urteil deswegen nicht zufriedenstellend. So beklagt die Spiegel-Reporterin im "Prominent!"-Interview, dass der Verdacht gegen Kachelmann nicht ganz aus der Welt geschaffen ist und zudem nun die Ex-Geliebte unter dem Verdacht einer Falschaussage steht.

Trotzdem wird sich der Wetter-Moderator jetzt wieder in seine Arbeit stürzen, wie Kachelmanns Firma "meteomedia" schon wenige Minuten nach der Urteilsverkündung verlauten ließ. Ein Comeback bei der ARD bleibt ihm allerdings vorerst verwehrt. Solange die Staatsanwaltschaft noch in Betracht zieht, Revision einzulegen, möchte der Sender keine Entscheidung über Kachelmanns Beschäftigung treffen.

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