Jochen Bendel: Egoismus ist Gift

Jochen Bendel
Jochen Bendel © Cover Media

Jochen Bendel (47) weiß, wie man in Australien nicht die Nerven verliert.

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Schlimme Dschungel-Fehler

Der frühere Kult-Fernsehmoderator ('Ruck Zuck') belegte 2014 den dritten Platz bei der RTL-Show 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' und musste sich gegen die Powerfrauen des Camps geschlagen geben: Larissa Marolt (22) wurde Zweitplatzierte und Melanie Müller (26) Dschungelkönigin.

Bei seiner Teilnahme der Reality-TV-Sendung konnte er viele Erfahrungen sammeln und weiß nun nicht nur, wie der australische Dschungel ist, sondern auch, wie die typischen Teilnehmer ticken.

"Viele überschätzen sich ja immer wahnsinnig und lassen sich auf das Camp ein, ohne dass sie wissen, was sie erwartet", gab er im Interview mit 'in' zu bedenken und erklärte anhand von drei Charaktereigenschaften, wie der ideale Camper seiner Meinung nach aussieht: "Es hilft sicherlich, eine gefestigte Persönlichkeit zu sein - dieses Kriterium erfüllt sicherlich nicht jeder Kandidat. Deshalb geht es irgendwann auch immer drunter und drüber. Das sind die drei No-Gos, falls du dich entscheidest, ins Camp zu gehen: Du darfst weder verzweifelt, noch psychisch labil oder egoistisch sein."

Dem Fernsehstar kam während seiner Zeit in Australien zugute, dass er keinen Druck hatte, für ein Produkt die Werbetrommel rühren zu müssen, außerdem plagten ihn auch keine persönlichen Probleme und er sah sich damals - wie heute - als Mensch mit einer starken Persönlichkeit. Doch nicht alle Teilnehmer haben so viel Power wie er. "Der Dschungel ist eine geistige Herausforderung. Ich wäre dort fast gestorben - und das nicht nur vor Hunger. Ich habe immerhin acht Kilo abgenommen! Auch die Langeweile war tödlich. Eigentlich hatte ich so etwas wie Lagerfeuerromantik erwartet. Aber es kam nie schöne Stimmung im Camp auf. Keiner hatte großartige Lust, sich mit dem anderen auseinanderzusetzen. […] Ich habe stets versucht, das Gespräch zu suchen. Aber manche haben beim Einzug wohl ihre Gehirnzellen bei Dr. Bob abgegeben…"

Jochen selbst hat seine Zeit im Dschungel trotzdem gut genutzt. Gleich nach der Teilnahme kam die Anfrage des Münchner Radiosenders 'Radio Arabella', für den er nun seit dem 10. Januar am Mikro die Zuhörer unterhält - für ihn war das Camp also kein Karriere-Killer. "Zumindest bei mir war's ein Karriere-Booster", strahlte er im Gespräch mit der 'tz'. "Je mehr man erlebt, desto reflektierter wird man. Erst wenn man mal richtig doll verliebt war, kann man den Liebeskummer des anderen richtig verstehen", erklärte Jochen Bendel, der inzwischen mit seinem Freund Matthias verlobt ist. So könne er sich wunderbar auf seine Zuhörer einlassen. Auch eine Eigenschaft, die er erst über die Jahre gelernt hat: "Ich bin immer noch neugierig auf Menschen und Geschichten. Früher bin ich aber nicht so sehr in die Tiefe gegangen. Ich bin emphatischer geworden. Mittlerweile coache ich sogar Manager für einen emotionaleren Führungsstil."

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