Joachim Llambi: Kritik ist nicht leicht

Joachim Llambi
Joachim Llambi © Cover Media

Für Joachim Llambi (49) geht Kritik immer Hand in Hand mit Verbesserungsvorschlägen. 

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Aber nötig

Der knallharte 'Let's Dance'-Juror ist der Inbegriff sachlicher und ehrlicher Kritik. Von den Kandidaten wie Dschungel-Prinzessin Larissa Marolt (21, 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!') wird er deshalb gefürchtet, aber immer ernst genommen. Schließlich ist der ehemalige Turniertänzer vom Fach und versteht sein Handwerk. Wie passend, dass er im Februar das Buch mit dem Titel 'Das wollte ich Ihnen schon immer mal sagen' herausbrachte. In dem Werk geht es - natürlich - um Kritik. Die sei aber nicht immer einfach. "Kritik ist grundsätzlich nicht leicht. Wir nörgeln in Deutschland meistens mehr, als dass wir konstruktiv Kritik üben oder annehmen. Das zu zeigen lag mir am Herzen. Das Buch ist mit Geschichten aus dem Promi-Leben, von der Börse und vom Tanzen angereichert. Wobei ich nicht den Anspruch habe, zu 100 Prozent Recht zu behalten, es ist meine subjektive Meinung", befand der ehemalige Börsenmakler im Gespräch mit 'Planet Interview'. Wenn er mäkelt, dann immer konstruktiv. "Ganz wichtig ist, dass Kritik nur funktionieren kann, wenn man sachlich miteinander redet. Wenn man es nicht einfach bei einem Statement belässt, sondern wirklich sagt, was einem nicht gefällt und einen Weg erklärt, wie man das ändern kann. Wichtig ist auch, eine Atmosphäre zu schaffen, die nicht zu emotionsgeladen ist und dass man sein Gegenüber nicht vor anderen diskreditiert", riet der gelernte Bankkaufmann aus Duisburg, für den eins ganz elementar sei: "Kritik muss am Ende zielführend sein, so dass der andere etwas damit anfangen kann."

Doch was sagt der Berufskritiker schlechthin zu dem Vorurteil, dass deutsche Männer tanzfaul sind? Das beantwortete er im 'GQ'-Interview: "Das ist ein internationales Problem. Wobei man sagen muss, dass in südlichen Ländern, wie Italien oder Spanien, die Männer schon lieber tanzen, als in den mittel- und nordeuropäischen Ländern. Auf Festen in Italien oder Spanien kann man gut beobachten, dass Männer gerne tanzen, wobei hingegen bei uns die Kerle erst ein paar drin haben müssen, bevor die loslegen. Vielen ist das Tanzen einfach unangenehm, die Herren sorgen sich, was ihre Kumpels über sie denken könnten, das hemmt natürlich total." Wenn ein Mann dann auf Veranstaltungen und Events doch mal das Tanzbein schwingt, sei aber die Damenwelt überglücklich. "Bei diesen gesellschaftlichen Anlässen freut sich jede Frau, wenn ein Herr, ihr Mann oder der Tischnachbar sie zum Tanz auffordert. Das hat natürlich was mit Stil zu tun. Es ziemt sich für einen Gentleman hier und da Damen zum Tanzen aufzufordern. Die Atmosphäre bekommt gleich ein ganz anderes Klima und man kommt miteinander ins Gespräch", so Joachim Llambi über eine gute Tanz-Etikette.

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