Jessica Chastain: Ich bin nicht die Beste

Jessica Chastain
Jessica Chastain © Cover Media

Jessica Chastain (37) wird sich niemals für die beste Schauspielerin halten.

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Bescheidenheit siegt

Die rothaarige Hollywood-Schönheit ist ab dem 19. März in dem Drama 'A Most Violent Year' in den deutschen Kinos zu sehen. Für ihre Darbietung wurde sie sogar mit einer Golden-Globe-Nominierung bedacht.

Für eine Oscar-Nominierung hat es dieses Jahr zwar nicht gereicht, doch weiß die Darstellerin nur zu gut, was für ein Gefühl so eine Ehrung ist. Schließlich wurde sie schon für ihre Hauptrolle in dem Drama 'The Help' 2012 für einen Golden Globe und einen Oscar nominiert. Für ihre Darstellung in dem Politthriller 'Zero Dark Thirty' gewann sie ein Jahr später sogar einen Golden Globe und wurde erneut für einen Oscar vorgeschlagen.

Die Amerikanerin ist begeistert, so viel Anerkennung für ihre Arbeit zu bekommen, lässt sich allerdings von dem Hype um ihre Person nicht mitreißen. "Es ist so eine Ehre und macht in der Karriere einen gewaltigen Unterschied, aber wenn ich jemals einen Oscar gewinnen würde, würde ich nie denken: 'Ich bin die beste Schauspielerin.' Weil ich schon so häufig gesagt habe: 'Der und der war dieses Jahr wirklich gut, sie wurden nicht mal nominiert!'", lächelte sie gegenüber dem 'Empire'-Magazin.

Ihr neuer Film 'A Most Violent Year' handelt von Abel Morales (gespielt von Oscar Isaac), der seine Familie in New York beschützen und sein Heizöl-Geschäft zum Erfolg führen will, als die Stadt plötzlich zunehmend unsicherer wird. Jessica mimt Anna Morales, die Frau des Hauptdarstellers - ein Part, den die Schauspielerin total genoss, da sie ihre Rolle für so stark und dominierend hält. "Ich liebe Annas Charakter. Sie ist so widersprüchlich: Sie liebt es, die Frau des mächtigsten Mannes im Raum zu sein. Und sie treibt ihn an und unterstützt ihn und ist die Politiker-Ehefrau bei [einem Geschäfts-] Dinner und liebt ihren Mann", begeisterte sie sich für ihre Filmfigur. "Aber dann, direkt danach entmannt sie ihn. Es geht von 'Du bist mein König, du bist es, Baby!' zu 'Was zum Teufel machst du da?'"

Schon oft hat der Rotschopf über seine Entschlossenheit gesprochen, wichtige Frauenrollen in Hollywood verkörpern zu wollen. Auch ist die Film-Grazie selbst eine Verfechterin der Frauenrechte und das bedeutet, dass sie es oft vermeidet, nur Ehefrauen oder Jungfrauen in Nöten zu spielen. "Schwierig ist es, wenn eine Rolle hauptsächlich durch ihr Geschlecht identifiziert wird und man die Verführerin ist. Das sind für mich die am uninteressantesten Charaktere. Ich interessiere mich mehr dafür, Rollen zu verkörpern, die intelligent sind, und die abgesehen von ihrer sexuellen Attraktivität ihre eigenen Dinge miteinbringen", betonte Jessica Chastain vor Kurzem.

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