Jerry Hoffmann kennt rassistische Vorurteile

Jerry Hoffmann kennt rassistische Vorurteile
Jerry Hoffmann © Cover Media

Jerry Hoffmann (26) wird immer wieder mit Rassismus konfrontiert.

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Ständige Polizeikontrollen

Der Filmstar spielt in der neuen Komödie 'Heil' einen Schriftsteller, der bei einem Angriff von Nazis einen Schlag auf den Kopf erhält und anschließend nur noch das nachplappert, was ihm die Nazis eintrichtern, weshalb er schließlich Teil der fremdenfeindlichen Gruppe wird. Im echten Leben bekommt Jerry als Afrodeutscher immer wieder Alltagsrassismus zu spüren.

"Ich bin in Hamburg aufgewachsen. Ich habe nie persönlich körperliche Gewalt erlebt. Was ich aber erlebt habe, ist Rassismus", verriet er im Interview mit 'Bild'. "Ich werde so gut wie immer von der Security am Flughafen gesondert kontrolliert. Etwas seltener übrigens, wenn ich ein Hemd trage. Ich habe ein Jahr in München gelebt. Dort geriet ich sechsmal in eine 'zufällige Rauschmittelkontrolle' am Hauptbahnhof."

Auch in seinem Beruf als Schauspieler hat er mit Vorurteilen zu kämpfen. "Dass ich in 'Heil' einen gebildeten und erfolgreichen schwarzen Deutschen spielen darf, ist schon eher die Ausnahme", beklagte Jerry. Er wird hauptsächlich zu Vorsprechen als Flüchtling oder Dealer eingeladen. "Aber das verändert sich gerade", fügte er optimistisch hinzu.

Generell habe er auch kein Problem, Angebote zubekommen, weil er schwarz ist, denn Wahrnehmung funktioniere "generell erst mal über Vereinfachung und Kategorisierung", erklärte er kürzlich im 'Tagesspiegel'. "Auch das blonde Mädchen unterliegt Klischees."

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