Jerome "Boss-ateng": Das zweite DFB-Spiel im Netz

Jerome "Boss-ateng": Das zweite DFB-Spiel im Netz
Das Daumendrücken von Ex-Kapitän Philipp Lahm verhalf der deutschen Nationalelf nicht zum Sieg © Twitter/philipplahm

Nach dem 2:0 beim EM-Auftakt gegen die Ukraine am vergangenen Sonntag waren die Erwartungen an die deutsche Nationalelf hoch. Eine Nullnummer hatte im gestrigen Spiel gegen Polen wohl niemand erwartet. Dementsprechend reagierte die Netzgemeinde. Die vorherrschende Stimmung unter den Fans: keine Tore, kein Spaß. "Gefühlt spielen sie doch schon 4 Stunden und das Elend nimmt kein Ende", beschwert sich eine Twitter-Userin, ein anderer schreibt: "Ich habe mal ein Buch gelesen, das war nach 84 Minuten genauso. Mir war dann auch egal, wie das ausgegangen ist".

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Keine Tore, weicher Sturm, ...

"Man findet heute echt alles im Netz- nur keinen Ball", scherzt eine weitere Twitter-Userin und fügt an: "Nach 80 Minuten noch kein Ergebnis. Typische Gruppenarbeit". Internet-Showmaster Rob Vegas bringt es auf den Punkt: "Ich hätte nie gedacht, dass ich mir einmal eine Werbepause bei #GERPOL wünsche für mehr Abwechslung". Er fände das Spiel so spannend, dass er daran denke, seine Steuer zu machen.


Boateng der EM-Held

Deutschlands beliebtester Nachbar Jerome Boateng (27) avanciert indessen zum EM-Helden. Schon während des Spiels gegen die Ukraine bewies der Verteidiger, dass kein Ball ins deutsche Tor geht, solange er noch dazwischen steht. Auch im Spiel gegen Polen entschärfte er wieder so manche gefährliche Situation. "Sagen wir es so: Ich würde Boateng nie das letzte Toffifee aus der Packung nehmen. Aus Angst", beschreibt ein User den starken Auftritt des 27-Jährigen. Und auch ein anderer Twitter-Nutzer stimmt dem zu: "Chuck Norris traut sich nicht mehr in seiner Garage zu parken... Er hat Angst, dass Jerome Boateng das Tor bewacht!"


Fußballexperte Tobias Escher verpasst dem gebürtigen Berliner kurzerhand den Spitznamen "Boss-ateng". Und auch von Ex-Tennisass Boris Becker gibt es ein "sagenhaft" für seine Leistung.


Und der Rest?

Während Deutschland Boateng feiert, müssen seine Kollegen damit leben, dass sie beim gestrigen Spiel eher unauffällig blieben. "Kann mal jemand den Müller anrufen und ihm sagen, dass EM ist?", bittet Schauspielerin Ruth Moschner. "Was ist schwarz-weiß und schießt kein Tor?", fragte "MDR Aktuell" auf Twitter. Neben Panda und Schachbrett war die Lösung c) das DFB-Team. "Sturm weich...", stellt Boris Becker fest. Auch die Einwechslung von Mario Gomez, die nicht nur im Stadion, sondern auch in den sozialen Netzwerken mehrfach gefordert wurde, war letzten Endes nicht hilfreich. Vielleicht hat einfach Bastian Schweinsteiger für die Nachspielzeit gefehlt.


Auch Jogi sorgt nicht für Unterhaltung

"Ich lege mich fest: heute erwischt die Kamera Jogi Löw dabei, wie er Zehennägel knabbert - die von Thomas Schneider", hatte Moderator Jan Böhmermann kurz nach Anpfiff noch gewettet. Doch auch der Trainer war für die meisten eine Enttäuschung: Kein Eierkraulen am Donnerstag. "Gähn 88 Minuten, und noch nichts Lustiges bei #JogiLöw passiert", zeigt sich eine Twitter-Userin enttäuscht. "Das auffälligste am Spiel bisher: Jogi Löw wird nur bis zum Oberkörper gefilmt. Wie bei Ernie und Bert", stellt eine andere fest.


Wenigstens gab es Grüße von Ex-Kapitän Philipp Lahm. Der zeigte sich im schicken weißen Hemd vor dem heimischen Fernseher mit einem Bier auf dem Tisch und schrieb zum Selfie: "Holt euch den nächsten Sieg, Jungs! Ich habe meine neue Position schon eingenommen". Auf dem Spielfeld hätten wir ihn gestern deutlich lieber gesehen.



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