Hollywood Blog by Jessica Mazur

Jennifer Hudsons erster Auftritt nach Familientragödie

Jennifer Hudsons erster Auftritt nach Familientragödie
Jennifer Hudsons erster Auftritt nach Familientragödie

von Jessica Mazur

Wenn am Sonntagnachmittag in Amerika Millionen von Menschen vor dem Fernseher kleben und dabei zuschauen, wie ein korpulenter Mann nach dem anderen ein paar Schritte läuft und hinfällt, läuft und hinfällt, läuft und hinfällt, dann kann das nur eins bedeuten: es ist mal wieder Super Bowl!

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Dass der Super Bowl für die Amerikaner nicht einfach nur irgendein Sportereignis ist, wird spätestens klar, wenn man an diesem Wochenende einen Blick in die Zeitungen geworfen hat, denn die Super Bowl Berichterstattung hat alles andere verdrängt. Die LA Times sprach sogar von einem extraordinary day of national unity.

Und das stimmt auch, denn der Super Bowl hat heute wirklich die Massen vereint. Überall kamen Familien und Freunde zusammen, der BBQ Grill wurde angeworfen (hier in LA bei angenehmen 25 Grad), Hamburger und Hot Dogs wurden gegrillt und zusammen wartete ganz Amerika auf den Kick Off. Ich muss gestehen, nachdem ich in meinen ersten Jahren in den Staaten mit Football ungefähr soviel anfangen konnte wie Victoria Beckham mit einer Sahnetorte, fange ich langsam an, den Super Bowl schätzen zu lernen und hatte heute tatsächlich großen Spaß beim Zuschauen.

Das kann natürlich auch daran gelegen haben, dass das Spiel heute so etwas war, wie eine Neuauflage des Tom Cruise-Films Jerry Maguire. In dem Film stehen am Ende nämlich auch die Arizona Cardinals, die bis zu diesem Jahr noch nie im Super Bowl gespielt haben, als absolute Außenseiter im Finale. Schade nur, dass sich der am Rande aufgeregt rumhüpfende Cruise und der rennende Cuba Gooding jr. nicht ließen...;-)

Mein persönliches Highlight des 43. Super Bowls war aber ohne Frage der Auftritt von Jennifer Hudson, die vor dem Kick Off im Raymond James Stadium in Tampa, Florida die amerikanische Nationalhymne sang und sich damit zum ersten Mal seit den tragischen Morden an ihrer Mutter, Bruder und ihrem Neffen wieder im Scheinwerferlicht auf einer Bühne zeigte. Und was war das für ein Auftritt!

Jennifer betrat die kleine Bühne mitten auf dem Footballfeld, atmete einmal tief durch und sang dann The Star Spangled Banner mit so viel Gefühl und Power, dass selbst die ganzen robusten Footballer glasige Augen bekamen und eine ganze Nation mit Gänsehaut vorm Fernseher saß. Her greatest live performance ever!, Wow! Stunning! und Hudson set a new standard hieß es deshalb auch wenige Minuten nach ihrem Auftritt in den Medien.

Am Ende war es dann also fast egal, ob die Arizona Cardinals oder die Pittsburgh Steeler den Super Bowl XLIII gewannen okay, ich gebe zu, MIR war es egal, den Die hard-Football-Fans natürlich nicht ;-) die Gewinnerin des Abends hieß so oder so Jennifer Hudson. Was für ein Comeback! Oder, um es mit meinem heute neu erworbenen Football-Vokabular zu sagen: Congratulations, ein echter Touchdown!

Viele Grüße aus Lalaland,Eure Jessica Mazur

Jennifer Hudsons erster Auftritt nach Familientragödie
© Bild: Jessica Mazur