Jeff Buckley – eine Ikone der Musikgeschichte

Jeff Buckley
Jeff Buckley war ein amerikanischer Sänger

Eigene Kompositionen und Cover

Nach der Schule absolvierte Jeff Buckley einen einjährigen Kurs am ‘Musicians Institute‘ in Hollywood.

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Später sollte er bekennen, dass dieses Jahr die größte Zeitverschwendung seines Lebens war. Die nächsten sechs Jahre arbeitete Jeff Buckley in einem Hotel. Während dieser Zeit war er Gitarrist in mehreren Bands. Die Genres reichten dabei von Jazz, Reggae und Roots Rock bis hin zu Heavy Metal. Im Jahr 1990 zog der Künstler nach New York. Dort hatte er zwar zunächst nur bescheidene Möglichkeiten als Musiker zu arbeiten, machte aber Bekanntschaft mit einer Reihe von Musikrichtungen, die ihn später beeinflussten.

Als Jeff Buckley 1991 bei einem Gedenkgottesdienst für seinen Vater auftrat, wurde erstmals die Öffentlichkeit auf ihn aufmerksam. Er arbeitete in der Folge kurz mit dem Rockgitarristen Gary Lucas zusammen. Aus dieser Kooperation gingen die Songs ‘Grace‘ und ‘Mojo Pin‘ hervor. Nach einem kurzen Intermezzo als Mitglied in Lucas‘ Band ‘Gods and Monsters‘ startete Buckley Soloauftritte in diversen Clubs und Cafés in Manhattan.

Das kleine irische Lokal Sin-é im East Village wurde zu seinem Stammhaus, in dem er wöchentlich auftrat. Obwohl er auch Songs zum Besten gab, die er gemeinsam mit Gary Lucas geschrieben hatte, bestand der Großteil seines Repertoires aus Covern von Bob Dylan, Nusrat Fateh Ali Khan, Edith Piaf, Elton John, Leonard Cohen und ‘The Smiths‘. Das Publikum liebte seine weiche, über mehrere Oktaven reichende Stimme, und seine Gabe zu improvisieren.

Im Jahr 1992 unterzeichnete Jeff Buckley einen Vertrag mit ‘Columbia Records‘ und produzierte seine zunächst nur als ‘Extended Play‘ herausgegebene CD ‘Live at Sin-E‘. Die ‘Legacy Edition‘, die aus zwei CDs und einer DVD bestand, erschien erst im Jahr 2003. Das Album wurde in Frankreich und Italien mit ‘Goldenen Schallplatten‘ ausgezeichnet. Buckleys einziges Studioalbum ‘Grace‘ wurde von Andy Wallace in Woodstock produziert und im Jahr 1994 herausgegeben. Neben eigenen Songs beinhaltet das Album auch drei Coverversionen, darunter Leonard Cohens ‘Hallelujah‘, das posthum Buckleys bekanntestes Stück wurde. Nach der Veröffentlichung von ‘Grace‘ tourte der Musiker durch die USA, Australien, Europa, Kanada und Japan. Begleitet wurde er dabei von Matt Johnson am Schlagzeug, Mick Grondahl am Bass und Michael Tighe an der Gitarre.

Während dieser Tour entwickelte er seine Songs weiter und modifizierte sie. Dieser offiziellen Tournee folgte im Jahr 1997 eine ‘Phantom-Tour‘. Er trat unter anderen Namen auf, um so inkognito Material für sein neues Album auszuprobieren. Um ungestört an seinem neuen Album arbeiten zu können, mietete sich Jeff Buckley ein Häuschen in Memphis. Dort nahm er am Abend des 29. Mai 1997 spontan im ‘Wolf River‘ ein Bad. Voll bekleidet ging er ins Wasser und sang zum Song ‘Whole Lotta Lova‘ mit, der gerade im Radio gespielt wurde. In der Mitte des Flusses wurde er von der Bugwelle eines Schiffes ins Wasser gezogen. Erst fünf Tage später konnte die Leiche des Musikers gefunden werden.

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