Jay-Z will Musikstreaming revolutionieren

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Jay-Z © Cover Media

Jay-Z (45) wird nicht müde zu betonen, dass Tidal den Wert von Musik neu setzen soll.

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Tidal geht an den Start

Der Hip-Hop-Mogul ('99 Problems') launchte seinen Musikstreamingdienst Montagnacht [30. März] um 23 Uhr und kommt mit einer ganzen Menge Stars auf den Markt: Neben Madonna (56, 'Music'), Coldplay ('Fix You') und Rihanna (27, 'Umbrella') konnte er sogar Jungstar Taylor Swift (25, 'Shake It Off') davon überzeugen, ihre Songs online zur Verfügung zu stellen. Und das, obwohl die Pop-Blondine sich im vergangenen Jahr unter viel Protest vom Streamingdienst Spotify lossagte, weil sie das Gefühl hatte, "dass Musik nicht kostenlos sein sollte", wie sie im 'Wall Street Journal' betonte.

Jay-Z konnte sie jetzt vom Gegenteil überzeugen: Sein Musikdienst bietet satte 25 Millionen Titel und 75.000 Musik-Videos in HD-Qualität und kostet den Nutzer 19,99 Euro pro Monat. Es gibt allerdings auch eine Premium-Version für 9,99 Euro im Monat - derselbe Preis, den Spotify verlangt.

Jay-Z vermarktet sein Produkt, indem er nie müde wird, zu betonen, dass es ihm um die Künstler gehe - schließlich sollen sie für ihre Kunst genügend entlohnt werden. Im Interview mit 'Billboard' machte er zudem klar, dass es ihm nicht nur um die Musiker persönlich geht: Durch günstige Musikflatrates verdienten Sänger und Sängerinnen schon wenig, wer aber wirklich leer ausgehen würde, seien alle anderen - von den Produzenten über die Songschreiber und Tonmeister bis hin zu den Studiomitarbeitern.

"Ich finde, die Produzenten und die Menschen, die in der Musikbranche arbeiten, werden vergessen - und da wird es kriminell", kritisierte Jay-Z in dem Gespräch. "Die Menschen haben das Gefühl, Musik sei kostenlos, zahlen aber 6 Dollar für Wasser, das es auch kostenlos aus der Leitung gäbe."

So sieht er seinen Vorstoß ins Online-Business als revolutionär, weil er den Künstlern, die ihre Musik auf Tidal zugänglich machen, mehr Geld zahlen kann. "Werden unsere Künstler mehr verdienen? Sogar wenn das für uns wenig Profit bedeutet, absolut", betonte Jay-Z. "Weniger Profit für uns, mehr Geld für die Künstler? Genial! Fangen wir heute damit an!"

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