Jay Khan wollte wie Michael Jackson sein

Jay Khan
Jay Khan © Cover Media

Jay Khan (32) verdankt der Musik viel.

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Inklusive Handschuh

Der gebürtige Londoner ('Alle Wege'), der als Mitglied der Boyband US5 und später als Teilnehmer des Dschungelcamps bekannt wurde, weiß genau, dass sein Leben auch eine ganz andere Richtung hätte einschlagen können. So siedelte der Sohn eines Pakistaners und einer Britin im Alter von sieben Jahren nach Berlin um und verbrachte dort eine alles andere als glamouröse Kindheit. Gegenüber der 'Bild'-Zeitung erzählte Jay, dass er 17 Jahre lang "direkt am Straßenstrich auf der Kurfürstenstraße" wohnte. Das war für ihn nicht immer einfach.

Während "mindestens vier Jungs" aus seiner Schulzeit in die Szene abgerutscht sind und im Gefängnis landeten, lief es bei ihm glücklicherweise anders, was er vor allem seiner Liebe zur Musik zu verdanken hat. Und Musik-Legende Michael Jackson (†50, 'Beat it'). "Mit drei Jahren hat mir meine Mutter zum ersten Mal 'Thriller' von Michael Jackson vorgespielt. Von da an wusste ich, wie mein Weg auszusehen hat", verriet er dem Blatt. Den King of Pop hätte er daraufhin "absorbiert und einstudiert" - bis ins kleinste Detail. "Ich habe mich wie Michael Jackson gekleidet, mir von meiner Oma den Handschuh mit Strasssteinchen nachmachen lassen, Tänze einstudiert und selber choreografiert." Genau das war seine Rettung. "Musik hat mein Leben bestimmt und hätte ich dieses Ventil nicht gehabt, wäre mein Leben garantiert anders verlaufen", ist sich Jay sicher. "Durch meinen Musikwahn hatte ich für das Abhängen mit Leuten, die einen auf die schiefe Bahn bringen, überhaupt keine Zeit."

Momentan arbeitet der Vollblutmusiker mit Leidenschaft an seinem neuen Projekt, der Band Großstadt Freunde, die er gemeinsam mit vier Kollegen ins Leben rief. Das Debütalbum der Gruppe erschien im April diesen Jahres und klang doch ein wenig anders, als man es von dem Popsänger gewohnt war. "Ich denke nicht in Schubladen“, erklärte Jay damals gegenüber 'Vip.de'. "Dass die Musik durchaus schlageraffin ist, erkenne ich auch selber an, aber ich habe im Gegensatz zu vielleicht einigen anderen Künstlern damit überhaupt kein Problem. Wir leben in einem Zeitalter, in dem der deutsche Schlager nie heißer und angesagter war. Demnach sehe ich das eher als positives Attribut."

Auch, dass er jetzt auf Deutsch singt, hält er nur für eine vollkommen logische Entwicklung. "Ich lebe seit Jahren in Deutschland, habe Deutschland viel zu verdanken und habe auch vor, hier weiterhin zu bleiben. Ich bin jetzt 32 Jahre geworden und da will man sich musikalisch auch anders ausdrücken und auch andere Leute erreichen. Und das tust du am besten mit Texten, die die Leute auch verstehen - daher war die Schlussfolgerung für mich ganz logisch", betonte Jay Khan.

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