Jason Schwartzman - ein wahres Multitalent

Jason Schwartzman Wes Anderson The Grand Budapest Hotel
Jason Schwartzman mit Regisseur Wes Anderson, Tony Revolori and Jeff Goldblum bei den 'Academy Awards' © picture alliance / AP Images, Omar Vega

Von ‚Phantom Planet‘ bis ‚Big Eyes‘

Jason Schwartzman drehte bereits als Zehnjähriger in einem Ferienlager Kurzfilme und entdeckte dabei seine Liebe für Filme und die Schauspielerei.

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Dann bekam er von seinen Eltern ein Schlagzeug geschenkt und interessierte sich fortan vorrangig für die Musik. Im Alter von gerade einmal 14 Jahren gründete er die Band ‘Phantom Planet‘, die durch kurze Auftritte in Serien wie zum Beispiel ‘Sabrina – Total verhext‘ einen großen Popularitätsgrad erreichte. Den größten Erfolg der Band, den Titelsong zur TV-Serie ‘O.C. California‘, der ‘Phantom Planet‘ weltweit berühmt machte, verpasste Schwartzman jedoch: Er stieg bereits 2003 aus der Band aus, um sich ganz der Schauspielerei zu widmen.

Bereits 1998 kam er durch seine Cousine Sofia Coppola mit dem Regisseur Wes Anderson in Kontakt, der sofort von dem jungen Mann begeistert war und ihn für seinen Film ‘Rushmore‘ engagierte. Der Film, für den Jason Schwartzman gemeinsam mit Bill Murray vor der Kamera stand, wurde ein großer Erfolg und gewann zahlreiche Filmpreise. Schwartzman spielte in der Filmkomödie den jungen Außenseiter Max Fischer, der an einer Privatschule namens ‘Rushmore‘ seinen Alltag bestreitet. Der Film wurde unter anderem mit einem ‘Satellite Award‘, einem ‘New York Film Critics Circle Award‘ sowie mit zwei ‘Independent Spirit Awards‘ ausgezeichnet.

Es folgte ein Auftritt in einer Folge der TV-Serie ‘Voll daneben, voll im Leben‘ (2000) sowie der Film ‘CQ‘, in dem Schwartzman unter der Regie seines Cousins Roman Coppola mitspielte. 2002 wirkte er in gleich drei Filmen mit: ‘Slackers‘, ‘S2m0ne‘ und ‘Spun‘. Nach seinem Ausstieg aus ‘Phantom Planet‘ erhielt der Jungschauspieler ein Rollenangebot nach dem anderen und war unter anderem in den Kinohits ,Verliebt in eine Hexe‘ und ‘Per Anhalter durch die Galaxis‘ (beide 2005) sowie als Ludwig XVI. in ‘Marie Antoinette‘ auf den Leinwänden zu sehen.

2006 betätigte sich Schwartzman auch wieder musikalisch: Er gründete das Musikprojekt ‘Coconut Records‘ und brachte insgesamt zwei Alben auf den Markt: 2007 ‘Nighttiming‘ und 2009 ‘Davy‘. Weitere wichtige Stationen in Schwartzmans bisheriger Karriere sind die Spielfilme ‘Hotel Chevalier‘ und ‘Darjeeling Limited‘, die beide 2007 unter der Regie von Wes Anderson entstanden sind, sowie die Produktionen ‘Wie das Leben so spielt‘ und ‘Der fantastische Mr. Fox‘ (beide 2009). Zwischen 2009 und 2011 wirkte Jason Schwartzman zudem als Hauptdarsteller in 24 Episoden der Serie ‘Bored to Death‘ mit. Auch danach blieben interessante Filmangebote nicht aus, und der Schauspieler stand unter anderem für Roman Coppolas Film ‘Charlies Welt – Wirklich nichts ist wirklich‘ (2012) und John Lee Hancocks ‘Parks and Recreation‘ (2013) vor der Kamera. Zuletzt war er in Tim Burtons ‘Big Eyes‘ (2014) und in ‘7 Chinese Brothers‘ unter der Regie von Bob Byington (2015) zu sehen.

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