Jan Josef Liefers: Neuer Bandname, neues Kapitel

Jan Josef Liefers
Jan Josef Liefers © Cover Media

Jan Josef Liefers (50) stört es überhaupt nicht, dass seine Band ihren Namen aufgeben musste.

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Gute Gelegenheit

Über zehn Jahren machte der Schauspieler ('Der Baader Meinhof Komplex') mit der Gruppe Oblivion Musik, in diesem Jahr musste diese sich in Radio Doria ('Verlorene Kinder') umbenennen. Die US-Metalband Oblivion hat sich den Titel schützen lassen. Tragisch fand Jan-Josef diese Namensänderung nicht - ganz im Gegenteil! "Da stand als vollständiger Bandname ja immer: Jan Josef Liefers und Oblivion. Das hat mich sowieso gestört", gab der 'Tatort'-Star jetzt im Interview mit 'n-tv.de' zu. "Und die markenrechtlichen Probleme waren ein guter Anlass, zu sagen: Wir machen den Jan Josef weg und sind ab jetzt schlicht und einfach Radio Doria. Es ist wie ein Neustart für uns."

Dieser Neustart beinhalte auch das erste komplett selbst geschriebene Album der Truppe, 'Die freie Stimme der Schlaflosigkeit'. Zu den Songs, die auf der Platte zu hören sind, ließ sich der Darsteller und Sänger von der Nacht inspirieren. "Dinge, die man bei Tag verdrängt, kommen nachts wie ein Bumerang zurück. Die Nacht ist eine seltsame Zeit und wie ein Vergrößerungsglas für alles Mögliche - Ängste, Sorgen, aber auch Euphorie", erklärte Jan Josef. Zudem störe es ihn nicht immer, auch mal wach zu liegen. "Viele Leute empfinden Schlaflosigkeit als Problem. Aber es kann auch toll sein, nachts mal nicht zu schlafen", befand er und betonte außerdem, dass die Nacht eine Zeit sei, "in der dich die Leute in Ruhe lassen". Dies gebe einem auch die Möglichkeit über gewisse Dinge nachzusinnen. "Die Ruhe und die Zeit, die man sich nehmen kann, um eine komplexe Sache, wie zum Beispiel eine Beziehung zu überdenken. Das geht bei Tag nicht, da musst du von A nach B rennen und einkaufen und die Kinder abholen und so weiter", zählte der Künstler die Vorteile der Nacht auf.

Liedtexte sind Jan Josef Liefers im Übrigen "sehr wichtig", wie er gegenüber 'merkur-online-de' preisgab. "Mir ist es überhaupt nicht egal, was ich singe. Ich komme eben aus dem Wortbereich. Für mich ist es ein Vergnügen und ein Ehrgeiz, dass man zunächst eine gute Musik hört und dann beim genaueren Lauschen auf den Text nicht enttäuscht wird." Dazu ließ sich der Star dann auch gleich eine schöne Metapher einfallen: "Das ist genauso, als wenn man einen schönen Schrank aufmacht. Da hoffst du auch, dass nicht nur ein altes Handtuch drin liegt, vielmehr dass du darin noch ein bisschen stöbern kannst. Die besten Lieder gelingen, wenn Musik und Text mehr oder weniger parallel entstehen", lächelte Jan Josef Liefers.

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