Jan Böhmermann vs. Campino: Zwei Showgrößen gehen auf Kollisionskurs

Böhmi versus Campi: Zwei Showgrößen auf Kollisionskurs
Zwischen diesen beiden Streithähnen ist der letzte Verbalangriff wohl noch nicht gefallen © [M]ZDF/Ben Knabe/VOX / Jörg Carstensen, SpotOn

Ring frei für Runde drei?

Muhammad Ali gegen Joe Frazier. Superman versus Batman. Boris Becker (49) kontra Oliver Pocher (39). Und Jan Böhmermann (36) gegen Altpunker Campino (54). Im Boxring oder Kino, auf Twitter oder der Mattscheibe sind schon einige (Show-)Schwergewichte aneinander geraten. Auf eine Tracht Prügel muss sich zwar weder der "dünne blasse Junge" Böhmermann, noch der eigentlich so altersmild gewordene Tote-Hosen-Sänger gefasst machen. Den verbalen Kinnhacken haben aber beide wieder einmal geschwungen. Denn der Stunk vor und nach der Echo-Verleihung ist bei weitem nicht die erste Auseinandersetzung der beiden.

Do They Know It's Scheiße?

Vor rund drei Jahren rasselten die beiden Streithähne bereits zusammen, ausgerechnet wegen einer Benefiz-Aktion. Damals hatte sich Campino mit 30 anderen Stars wie Jan Josef Liefers (52), Max Herre (43) oder Adel Tawil (38) zusammengeschlossen, um eine deutsche Version des Bob-Geldof-Klassikers "Do They Know It's Christmas" einzusingen. Ziel sollte sein, Geld für den Kampf gegen Ebola in Afrika zu sammeln.

"Do They Know It's Scheiße", fragte darauf Jan Böhmermann in der damals eigens ins Leben gerufenen Rubrik "Eier aus Stahl" seines Neo Magazins (damals noch ohne Royal). Doch was hatte den Moderator so gegen eine Charity-Aktion aufgebracht? Böhmermann, wie auch Sänger Patrice (37), der sogar Teil der Band-Aid-Aktion war, kritisierten die Art und Weise, wie einige gezeigte Ebola-Opfer instrumentalisiert wurden - selbst wenn es einem guten Zweck diente.

Außerdem wunderte sich der Moderator, warum an dem Projekt in erster Linie Künstler des Musiklabels Universal beteiligt waren, von denen damals viele eine neue Platte oder eine Tour zu promoten hatten. "Es ist eine zynische Geisteshaltung, Benefiz und Charity so anzugreifen. Ich fände es toll, wenn wir aufhören würden, in dieser Form über Befindlichkeiten hier vor Ort zu reden", zeigte sich Campino daraufhin in einem Interview mit dem Radiosender "Eins Live" angefressen.

"Cooles Arschloch"

Dass ausgerechnet Campino die Bühne der Echo-Verleihung nutzen würde, um Böhmermann für dessen Schelte an der deutschen Musik-Industrie verbal in den Hintern zu treten, verwundert also nicht. Zwar hatte sich Böhmermann in der neuesten Ausgabe von "Eier aus Stahl" vor allem auf Musiker Max Giesinger (28) und dessen, so Böhmi, generische Möchtegern-Lyrik eingeschossen. Campino muss das aber zu sehr an Ende 2014 erinnert haben, als er Ziel des Chef-Zynikers des ZDF wurde.

Sprach Campi beim Echo zunächst nur von "Böhmermannschem Zeitgeistgeplapper", zog er später weitaus ungenierter vom Leder: "Lieber uncool sein als ein cooles Arschloch, das nicht in der Lage ist, sich konstruktiv einzubringen", so die klaren Worte in Richtung des Showmannes. Bleibt nur zu hoffen, dass Böhmi als Reaktion seinem neuen, alten Rivalen nicht bald ein Gedicht schreibt...

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