Jan Böhmermann lästert wieder über Helene Fischer

Jan Böhmermann lästert wieder über Helene Fischer
ZDF-Moderator Jan Böhmermann zu Gast in der Talkshow "Bettina und Bommes" © ddp images

Jan Böhmermann (34), Moderator der Late-Night-Show "Neo Magazin Royal", schießt wieder gewohnt scharf: Dieses Mal unter anderem gegen seine Vorgänger beim Spartensender ZDFneo, Joko Winterscheidt (36) und Klaas Heufer-Umlauf (31): "Uns verbindet viel. Der einzige Unterschied ist, dass ich nicht so viel Spaß daran habe wie sie, mir die Eier am Studioboden festtackern zu lassen." Seine schonungslose Meinung über deutsche Unterhaltungskultur tut er in der aktuellen Ausgabe des Zug-Magazins "DB mobil" kund, deren Cover er ziert.

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Gefahr für deutsche Musik?

 

Lob für Florian Silbereisen, Spott für Helene Fischer

 

Nach Florian Silbereisen (33) und Helene Fischer (30, "Atemlos durch die Nacht") gefragt, verläuft für Böhmermann eine klare Grenze mitten durch das Traumpaar des deutschen Schlagers: Volksmusik-Moderator Silbereisen mache "mit viel Körperspannung seinen Job. Er bietet keine abgenudelte, schlaffe 90er-Jahre-Schlager-Scheiße, sondern stramme 2015er-Schlager-Scheiße." Silbereisens Freundin und Schlager-Überfliegerin Fischer hingegen bekommt wie immer die volle Breitseite des wortgewandten Spötters zu spüren: "Wir sind das Land von Bach und Beethoven. Da können wir jetzt nicht der Welt erzählen, dass Helene Fischer deutsche Musik ist. Damit machen wir international viel kaputt."

 

"Ich will einen guten, coolen öffentlich-rechtlichen Rundfunk"

 

Der Tausendsassa unter den deutschen TV-Satirikern ist für seine Präsenz in den Sozialen Medien bekannt, weshalb das "DB mobil"-Magazin die Gelegenheit genutzt hat, mit Böhmermann ihren ersten Augmented-Reality-Titel zu gestalten: Mit der nötigen "Junaio"-App sieht man den selbstironischen Witzbold auf dem Smartphone in einem Videoclip, in dem er sein Interview im Heft persönlich ankündigt. Mit Böhmermann kommt die Innovation, so war es auch bei ZDFneo. Denn dem oft als verstaubt geltenden gebührenfinanzierten Fernsehen hat der 34-Jährige frischen Wind eingehaucht: "Ich bin der festen Überzeugung, dass es wichtig ist, neben einem privaten einen guten, coolen öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu haben. Ich möchte nicht in einem Land wohnen, in dem es nur Privatfernsehen gibt."

 

"Es ist uns eigentlich egal, wer als Gast in der Show sitzt"

 

Aber Böhmermann teilt nicht nur aus, sondern steckt auch ein - und wenn er es selbst machen muss. So wirft der gebürtige Bremer seiner Moderatoren-Zunft eine berufsbedingte Heuchelei im Umgang mit dem Publikum vor. Angst vor dem Vorwurf des Nestbeschmutzers hat er dabei offenbar nicht: "Es ist uns eigentlich egal, wer als Gast in meiner Show sitzt. Wer etwas anderes glaubt, der hat Fernsehen nicht verstanden. Schauen Sie Markus Lanz an: Der soll sich ernsthaft viermal die Woche für jeweils sechs Personen und deren Biografien interessieren?"

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