Jamie-Lee über ihren letzten Platz beim ESC: "Ich gebe mir nicht die Schuld dafür"

Jamie-Lee Kriewitz beim 61. ESC
So trat Jamie-Lee Kriewitz beim 61. ESC in Stockholm an © dpa, Maja Suslin

Nach ihrem letzten Platz beim Eurovision Song Contest in Schweden gibt sich Jamie-Lee Kriewitz als gute Verliererin: "Ich bin natürlich ein bisschen traurig, aber ich gebe mir selber nicht die Schuld dafür. Ich war sehr zufrieden mit meinem Auftritt und ich glaube, ich habe mir nichts vorzuwerfen", sagte die 18-jährige, die für Deutschland ins Rennen gegangen war, in der Nacht zum Sonntag in einem ARD-Interview.

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So geht die 18-Jährige mit ihrer Niederlage um

Trotz ihrer Niederlage behält sie ihren Auftritt beim ESC in Stockholm vor 16.000 Zuschauern in guter Erinnerung: "Es war echt krass, wie die Leute abgegangen sind. Es war so eine coole Atmosphäre auf dieser Bühne. Es war einfach ein unglaubliches Erlebnis. Deswegen bin ich sehr stolz, dass Deutschland mich ausgewählt hat."

"Ich hatte eine unglaublich geile Zeit", sagte Jamie-Lee zu den Proben und dem gesamten Aufenthalt in Stockholm. "Ich bereue hier auf keinen Fall irgendwas. Wir haben soviel erlebt und soviel gearbeitet und soviel auch in der Freizeit miteinander gemacht, es war wirklich wie eine riesige Familie. Ich bin einfach nur froh, dass ich dabei war, auch wenn ich jetzt ganz hinten gelandet bin."

Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber, der auch für den ESC zuständig ist, stärkte der 18-Jährigen den Rücken: "Jamie Lee ist eine besondere, liebenswerte junge Frau und eine wunderbare Sängerin. Ihr Auftritt war Eins A", teilte er in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Doch versucht er auch, das schlechte Abschneiden der deutschen Kandidatin zu erklären: "International und beim Publikum in allen Altersschichten ist es offenbar eher auf Unverständnis gestoßen, dass ein Manga-Mädchen aus Deutschland antritt." Bereits im vergangenen Jahr hatte Deutschland mit der Sängerin Ann-Sophie auf dem letzten Platz beim ESC gelegen.

Jamie-Lee holte in diesem Jahr mit ihrem Song "Ghost" elf Punkte und landete auf dem letzten Platz. Die Sängerin Jamala sicherte sich mit dem Lied "1944" 534 Punkte und holte den ESC-Sieg für die Ukraine.


dpa

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