James McAvoy:

James McAvoy:

Man kennt Sie eigentlich als Charakterdarsteller. Wie haben Sie sich auf Ihre erste Action-Rolle vorbereitet?

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Ich musste echt Muskeln zulegen - das ging nur durch richtig hartes Training. Ganz ehrlich: Ich habe es gehasst. (lacht).

Sie müssen im Film ja ganz schön einstecken. Hat Sie das ganze Kunstblut nicht irgendwann genervt?

Gar nicht! Es macht total viel Spaß, so etwas zu drehen. Ich mag Blut und Ekelzeug und Horrorfilme.

Und Sie durften im Film Angelina Jolie küssen! Was war das für eine Erfahrung?

Sehr komisch. Schwitzig und nicht sehr schön. Und ein bisschen Panik war auch dabei (lacht).

Weil Brad Pitt daneben stand und Sie ganz genau im Auge hatte?

Ganz ehrlich, ich glaube, Brad hat sich nicht eine Sekunde von mir bedroht gefühlt (lacht).

James McAvoy:

Sie haben am Set sicher den Paparazzi-Rummel um Brad und Angelina mitbekommen. Können Sie selbst noch auf die Straße gehen, ohne erkannt zu werden?

Gott sei Dank geht mir das nicht so. Aber ganz ehrlich, ich glaube auch nicht, dass mir das je passieren würde. Angelina ist eine der schönsten Frauen der Welt, und ich - sagen wir mal so, ich glaube nicht, dass irgendjemand sich darum prügeln würde, ein Foto von mir zu machen zu dürfen. Es sei denn, ich hätte in diesem Moment gerade Sex mit Bill Clinton (lacht).

Wie gehen Sie dann mit der Glamour-Seite ihrer Arbeit um? Sie wurden ja beispielsweise 2007 zu einem der sexiesten Männer der Welt gewählt.

Das war so lächerlich (lacht). Meine ganze Familie macht seitdem Witze über mich. Ansonsten versuche ich, die ganzen Berichte über mich so gut wie möglich zu ignorieren. Ich lese keine Klatschzeitungen.

Woran liegt es, dass Sie so bodenständig geblieben sind?

Meine ganze Familie ist so. Bodenständig und diskret. Ich misstraue dem ganzen Hype um meine Person. Deshalb interessieren mich die ganzen Geschichten über mich nicht. Ich glaube, manche Leute lesen einfach zu viel über sich.

Gab es in denn irgendwann einen Moment, in dem Sie sich gefragt haben, was eigentlich gerade mit Ihrem Leben passiert?

Als ich bei den Oscars war. Ich war ja nicht einmal nominiert, aber meine Güte, es waren die Oscars! Wow (lacht). Als ich dann für einen Golden Globe nominiert wurde, war das schon irgendwie unwirklich.

Was war an den Oscars so beeindruckend?

Als Kind war ich ein großer Fan von Will Smith. Ich habe immer ’Der Prinz von Bel Air’ geschaut. Bei einer Oscar-Party habe ich ihn dann getroffen und wir hatten wirklich Spaß miteinander. Obwohl ich eigentlich die ganze Zeit dachte „Oh mein Gott! Es ist Will Smith!“ (lacht).

Was sind denn Ihre nächsten Filmprojekte?

Gar keine! Ich will jetzt erst mal ein Jahr Pause einlegen. Wandern, reisen, Zeit mit meiner Familie verbringen. Und hoffentlich endlich meinen Führerschein machen!

Waren Sie bei Ihren ganzen Erfolgen nicht manchmal versucht, irgendwelche richtig durchgedrehten Filmstarsachen zu machen? Schnelle Autos, Drogen, die ganzen Klischees?

Ich habe seit zehn Jahren dasselbe Auto! Und das fahre ich nicht mal selbst. Vor Drogen habe ich viel zu viel Angst. Und ansonsten gehe ich echt sparsam mit meinem Geld um.

Ein typischer Schotte also?

Absolut! Ich denke immer, dass noch schlechte Zeiten kommen werden.

Interview: Barbara Franck

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