Jackson-Prozess: "Sie bringen mich um!"

Prince Michael erhebt schwere Vorwürfe gegen Jackos Konzertveranstalter.
Prince Michael sagt im Prozess um seinen Vater Michael Jackson aus. © AKM-GSI / Splash News

Sohn Prince Michael packt vor Gericht aus

Ihren Vater kann ihnen keiner mehr zurückbringen, doch die Kinder des verstorbenen 'King of Pop' wollen Gerechtigkeit. Deshalb hat Prince, Michael Jacksons ältester Sohn, jetzt erstmals vor Gericht ausgesagt.

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Im Visier der Ermittlungen steht der Konzertveranstalter AEG. Es geht um die Frage, ob die Promoter aus Profitsucht die Gesundheit des Musikers aufs Spiel gesetzt haben und damit letztendlich auch Schuld an seinem Tod sind.

In dem Prozess erhebt Prince Michael schwere Vorwürfe und sagt, dass der Konzertveranstalter seinen Vater stark unter Druck gesetzt habe. "Manchmal hat er geweint. Er hat gesagt: 'Sie werden mich töten, sie werden mich töten!'", zitiert das Promi-Portal 'TMZ' den 16-Jährigen. Auf die Frage, wer damit gemeint sei, habe sein Vater geantwortet: "Die Leute von AEG, Randy Phillips."

Jackson sei nach Telefongesprächen mit dem Management oft verärgert gewesen und habe Angst vor den Konzerten und den Promotern gehabt. "Er hätte sich einfach gewünscht, mehr Zeit für die Proben zu haben", so Prince Michael weiter.

Um Jackson um jeden Preis fit für sein Comeback und seine große 'This is it'-Tour zu machen, sollen die Konzertveranstalter auch Dr. Conrad Murray angeheuert haben - der sitzt mittlerweile für vier Jahre wegen fahrlässiger Tötung im Knast.

Prince Michael vor Gericht in Los Angeles.
Eine Skizze von Prince Michael vor Gericht in Los Angeles. © REUTERS, MARIO ANZUONI

In dem Verfahren, in dem Prince Michael den 'King of Pop' als liebevollen Vater beschrieb, schilderte er auch die Ereignisse in der Todesnacht. Er und seine beiden Geschwister wurden durch einen Schrei geweckt. "Ich rannte nach oben und sah Dr. Conrad, der Erste Hilfe leistete. Mein Vater hing halb vom Bett herunter. Meine Schwester schrie nach ihrem Daddy. Ich saß unten an der Treppe und weinte, wartete darauf, dass der Notarzt kommt." Im Krankenhaus wurde der Musiker schließlich für tot erklärt. Jackos Leibarzt Dr. Conrad Murray habe den drei Kindern gesagt: "Sorry Kids, euer Vater ist tot."

Das Urteil im Fall Michael Jackson soll im Juli fallen. Dann entscheidet sich, ob die Jackson-Familie von dem Konzertveranstalter Schadensersatz erhält.

Michael Jackson war am 25. Juni 2009 im Alter von nur 50 Jahren an einer Überdosis Propofol gestorben. Sein Leibarzt Dr. Conrad Murray hatte ihm das Narkosemittel verabreicht, weil der Musiker vor seiner geplanten Comeback-Konzertreihe unter chronischer Schlaflosigkeit litt.

Bildquelle: Splash/Reuters

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