J.K. Simmons: "In uns allen steckt ein kleiner Bösewicht"

J.K. Simmons: "In uns allen steckt ein kleiner Bösewicht"
J.K. Simmons sieht harmlos aus, doch auch in ihm steckt ein Bösewicht © Dan Hallman/Invision/AP

Spätestes seit seinem Oscar-Gewinn für das Musiker-Drama "Whiplash" zählt J.K. Simmons (60) zu den ganz Großen in Hollywood.

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Der Schauspieler im Interview

Der US-Amerikaner, der bei der vergangenen Verleihung der Academy Awards die Zuschauer aufforderte, ihre Eltern anzurufen und damit einen nationalen Trend auslöste, ist normalerweise eigentlich eher weniger spontan, wie er im Gespräch mit spot on news verriet.

"Ich hatte keine Ahnung, was meine Oscar-Rede auslösen würde", erzählte Simmons, der nach dem Gewinn der begehrtesten Trophäe der Filmbranche "erst einmal total von den Socken war". Der Oscar habe zwar sein professionelles Leben "in Bezug auf die Auswahl von neuen Rollen total auf den Kopf gestellt", privat allerdings sei er noch immer der Typ, "der ich auch vor dem Gewinn war. Und das ist ein Typ, der sich noch heute schwer entscheiden kann, was er als nächstes macht", so Simmons.

 

Für immer der Bösewicht?

 

Demnächst wird Simmons in "Kung Fu Panda 3" (ab 16. März 2016 im Kino) zu hören sein - zumindest in der Originalversion. In der zweiten Fortsetzung des Animations-Hits leiht er Bösewicht Kai seine Stimme, der dem niedlichen Panda Po (gesprochen von Jack Black) richtig einheizt. "Ich wollte unbedingt im 'Kung Fu Panda'-Franchise mitmachen, weil ich die Filme wirklich ins Herz geschlossen habe. Mir war es deshalb auch egal, welche Rolle ich sprechen würde", erklärte der Charakterkopf.

Auf die Frage, ob er das Gefühl habe, sich mittlerweile auf echte Bösewicht-Rollen in Hollywood spezialisiert zu haben, antwortete Simmons: "Ich glaube, dass in uns allen ein kleiner Bösewicht steckt. Ich gehe immer vom Skript aus. Oder ich bin einfach ein wirklich wütender Mensch."

 

Keine Teamplayer mehr in Hollywood

 

Sein Ausflug als Synchronsprecher habe ihm im übrigens "sehr viel Spaß gemacht". Die Arbeit sei nicht unbedingt einfacher als selbst vor der Kamera zu stehen, aber die Gangart und die Umsetzbarkeit "ist dann doch etwas simpler für mich. Keine Maske, kein Make-up, keine laufenden Kameras. Es ist einfach ein viel entspannteres Arbeiten", findet Simmons.

Da er als Schauspieler seine größten Erfolge erst relativ spät in seiner Karriere gefeiert habe, wird sein Ratschlag von jüngeren Kollegen sehr ernst genommen. "Ich sage meinen jungen Kollegen immer wieder, dass es für sie wichtig ist, echtes Teamwork abzuliefern. Es hilft außerdem, wenn man sich unterordnen kann und keine großen Probleme macht. Viele junge Kollegen sind heute keine guten Teamplayer mehr."

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